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Devisen: Euro vor US-Inflationsdaten über 1,08 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Dienstag bis zum Mittag kaum von der Stelle bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0825 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Im asiatischen Handel war der Euro kurz unter 1,08 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0824 Dollar festgesetzt.

Die entscheidenden Themen am Devisenmarkt sind nach wie vor die Corona-Pandemie und der wieder hochköchelnde Handelsdisput zwischen den USA und China. In der Corona-Krise besteht erhöhte Unsicherheit, wie sich die Lockerungen in vielen europäischen Ländern auf die Infektionsrate auswirken. Der Dollar als Weltreservewährung hatte zuletzt vor allem von den neuerlichen Spannungen zwischen den USA und China profitiert.

Am Dienstag stehen nur wenige Konjunkturdaten an, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Größte Beachtung dürfte Inflationsdaten aus den USA zukommen, die am Nachmittag veröffentlicht werden. Es wird mit einem scharfen Rückgang der Teuerung gerechnet. Ausschlaggebend ist der Einbruch der Ölpreise. Die Kerninflation ohne diese Komponente dürfte weniger stark fallen.

Unterdessen haben sich zwei weitere amerikanische Notenbanker gegen die Möglichkeit negativer Leitzinsen in den USA ausgesprochen. Das Thema war zuletzt aufgekommen, weil spezielle Terminkontrakte auf Zentralbankgeld das Szenario nahegelegt hatten. Bislang hat auch US-Notenbankchef Jerome Powell negative Leitzinsen, wie es sie etwa in Japan oder im Euroraum gibt, abgelehnt.