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Devisen: Euro fällt von Einjahreshoch zurück

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag von seinem am Vortag erreichten gut einjährigen Höchststand zurückgefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1370 US-Dollar. Am Montag hatte der Euro mit 1,1495 Euro den höchsten Stand seit Januar 2019 erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1390 (Montag: 1,1456) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8729) Euro.

Der Euro wurde am Dienstag von der zumindest zeitweiligen Erholung der Aktienmärkte belastet. Auch andere als sicher geltende Währungen wie der japanische Yen oder der Schweizer Franken gaben deshalb nach. Allerdings ging der Börsenerholung am späten Nachmittag zunehmend die Luft aus. Am Montag waren die weltweiten Börsen aus Angst vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und nach einem historischen Ölpreis-Crash heftig eingebrochen.

Dass der Euro zurzeit als sicherer Rückzugsort angesehen wird, führen Fachleute auch auf das sehr niedrige Zinsniveau in der Eurozone zurück. Denn dadurch besteht nicht die Gefahr weiterer deutlicher Zinssenkungen, die Währungen in der Regel belasten. Kleinere Änderungen sind allerdings durchaus möglich. So ist es denkbar, dass die EZB einen ihrer Leitzinssätze an diesem Donnerstag zur Dämpfung des Corona-Schocks noch etwas verringert. Der Zinssenkungsspielraum der amerikanischen Notenbank Fed ist allerdings deutlich größer, was den US-Dollar in den Augen einiger Experten als sicheren Hafen derzeit disqualifiziert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87385 (0,87383) britische Pfund, 118,65 (117,12) japanische Yen und 1,0594 (1,0594) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1655 Dollar gehandelt. Das waren etwa 25 Dollar weniger als am Vortag.