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Deutsche Industrieproduktion sackt ab wegen Corona-Maßnahmen

Alexander Weber

(Bloomberg) -- Die deutsche Industrieproduktion ist im März aufgrund der lähmenden Auswirkungen von Fabrikschließungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen zusammengebrochen.

Ein Produktionsrückgang von 9,2% ist der jüngste Hinweis darauf, wie schwer die Wirtschaft vom Lockdown belastet wurde. Die Daten kommen einen Tag, nachdem die Regierung einige Beschränkungen gelockert und versichert hat, dass sie an einem Plan zur Wiederaufnahme der Wirtschaft arbeitet.

Die Europäische Kommission hat einen trüben Ausblick für das Jahr abgegeben. Ihre Prognosen vom Mittwoch zeigen, dass das Euro-Währungsgebiet vor seiner schlimmsten Rezession in der Geschichte steht und sogar die deutsche Wirtschaft - trotz großzügiger Unterstützung für Unternehmen und Haushalte - 2020 um 6,5% schrumpfen wird.

Es besteht jedoch ein großes Risiko, dass sich die Realität als noch schlimmer erweisen könnte. BMW folgte anderen Automobilherstellern bei der Senkung der Gewinnaussichten für das Jahr und warnte vor potenziellen Schwierigkeiten, Bargeld zu generieren. Lufthansa verhandelt mit der Regierung über ein Rettungspaket in Höhe von mehreren Milliarden Euro.

Im März schnitt das verarbeitende Gewerbe mit einem Produktionsrückgang von mehr als 11% besonders schlecht ab. Das Wirtschaftsministerium rechnet im April mit einem noch stärkeren Rückgang.

Laut einem früheren Bericht gingen die deutschen Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe im März um fast 16% zurück.

Überschrift des Artikels im Original:German Industry Battered by Lockdown Government Attempts to Lift

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