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Deutsche Bank drückt bei Jobabbau auf Pause-Taste - wegen Corona

Steven Arons und Nicholas Comfort

(Bloomberg) -- Die Deutsche Bank AG setzt angesichts der Corona-Krise ihren geplanten Stellenabbau vorerst aus. Die Mitarbeiter hätten Sorgen genug. Aufgehoben ist das Vorhaben allerdings nicht.

Um im derzeitigen Umfeld zusätzliche emotionale Belastungen zu vermeiden, würden neue Gespräche mit potenziell betroffenen Mitarbeitern über individuelle Umstrukturierungsmaßnahmen verschoben, hieß es in einer Mitteilung der Bank an die Beschäftigten, die Bloomberg vorliegt. Die Unterbrechnung werde so lange dauern, bis im Umfeld des Finanzinstituts eine Rückkehr zu mehr Stabilität erkennbar sei.

Bereits laufende Restrukturierungsgespräche sollen allerdings abgeschlossen werden, so die Bank. Hier gebe es überwiegend bereits unterzeichnete Dokumente, und der Abschluss stehe kurz bevor.

Bis Ende 2022 will die Deutsche Bank 18.000 Arbeitsplätze abbauen. Die Bank bekräftigte ihre Ziele für Konzernumbau und Kostensenkungen. Die Ressourcen würden nun auf die wichtigsten Projekte und die aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen fokussiert, damit die Bank auf Kurs bleibe.

Seit das Umbauprogramm im vergangenem Sommer begann, hat Vorstandschef Christian Sewing die Anzahl der Mitarbeiter bereits um mehr als 3.000 reduziert. Die Einschnitte sind das zentrale Element seines Ziels, die Deutsche Bank nach einem Jahrzehnt der Verluste wieder rentabel zu machen.

In Reaktion auf die Corona-Krise erwägt die Bank auch, Kurzarbeit einzuführen und die damit verbundenen staatliche Beihilfen zu beantragen. Zuvor hatten bereits andere Finanzinstitute angekündigt, angesichts der Not durch den Virusausbruch geplante Stellenstreichungen zu verlangsamen oder auszusetzen, darunter HSBC Holdings Plc, Credit Suisse Group AG und Morgan Stanley.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Pauses Job Cuts to Avoid Distress During Outbreak

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