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Deutsche Anleihen legen zu - Schwache Industrieaufträge belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag nach enttäuschenden Konjunkturdaten gestiegen. Bis zum Mittag legte der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future DE0009652644 um 0,15 Prozent auf 136,19 Punkte zu. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fiel im Gegenzug auf 2,29 Prozent.

Für Kursauftrieb bei den festverzinslichen Papieren sorgten überraschend schwache Daten zum Auftragseingang in der deutschen Industrie. Wie das Statistische Bundesamts zum Handelsauftakt mitteilte, brach der Auftragseingang im Monatsvergleich um 5,3 Prozent ein. Ökonomen wurden vom Ausmaß des Rückschlags überrascht. Sie hatten im Schnitt nur einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent erwartet.

Die Inflationsrate in der Eurozone schwächte sich unterdessen im Dezember erneut ab. Der Rückgang der Jahresrate auf 9,2 Prozent war stärker als von Volkswirten erwartet. Die Kerninflation ohne schwankungsanfällige Energie und Lebensmittel legte jedoch zu und erreichte mit 5,2 Prozent einen Rekordwert. Nach Einschätzung von Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen dürfte die EZB ihre Zinserhöhungen fortsetzen, obwohl sich die Gesamtinflation wegen sinkender Energiepreise weiter abschwächen sollte. Denn die unterliegende Teuerung bleibe zunächst hoch.

An den Finanzmärkten spielten die Preisdaten aus der Eurozone kaum eine Rolle. Schließlich hatten bereits zuvor veröffentlichte Daten aus den großen Mitgliedsländern einen Rückgang der Inflation signalisiert.

Im weiteren Handelsverlauf bleiben Konjunkturdaten im Fokus. Am Nachmittag steht der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember auf dem Programm. Es wird ein deutlicher Anstieg der Beschäftigung erwartet, was auf eine weiter robuste Lage auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt hindeuten würde. Bereits am Donnerstag hatten starke US-Arbeitsmarktdaten den Anleihemarkt belastet.