Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 14 Minuten
  • Nikkei 225

    28.884,13
    +873,20 (+3,12%)
     
  • Dow Jones 30

    33.945,58
    +68,61 (+0,20%)
     
  • BTC-EUR

    27.146,69
    +450,22 (+1,69%)
     
  • CMC Crypto 200

    767,68
    -26,65 (-3,36%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.253,27
    +111,79 (+0,79%)
     
  • S&P 500

    4.246,44
    +21,65 (+0,51%)
     

40 Prozent ansteckender als B.1.1.7: Delta-Variante breitet sich in England schneller aus als alle Mutanten zuvor

·Lesedauer: 2 Min.
Die in Indien entdeckte Delta-Variante scheint häufiger schwere Verläufe zu verursachen als andere Varianten.
Die in Indien entdeckte Delta-Variante scheint häufiger schwere Verläufe zu verursachen als andere Varianten.

Die zuerst in Indien nachgewiesene Coronavirus-Variante Delta (B.1.617.2) breitet sich in England deutlich schneller aus als alle anderen Varianten zuvor. Allein innerhalb der vergangenen Woche stieg die Zahl der beobachteten Fälle von 5.472 auf 12.431, so der jüngste Bericht von Public Health England (PHE). Am Wochenende hatte der Gesundheitsminister gesagt, man schätze die höhere Übertragbarkeit auf etwa 40 Prozent gegenüber der Alpha-Variante B.1.1.7. – die schon deutlich ansteckender gewesen war als der Wildtyp des Virus. Zudem scheint die Wirkung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech eine abgeschwächte Immunität zu gewährleisten, wie das „Ärzteblatt“ berichtet.

Derzeit sorgt die Delta-Variante, in Verbindung mit dem Ende des Lockdowns, für einen erneuten Anstieg der Covid-19-Infektionen in England und Schottland. Auch eine offenbar höhere Übertragungsrate als bei der Variante Alpha (B.1.1.7) trägt zu dieser Entwicklung bei. Dem Bericht zufolge liegt der R-Wert wieder bei 1 bis 1,2 und das legt ein exponentielles Wachstum nahe.

Laut dem Bericht sind in England bis Ende Mai 17 von 9.426 Betroffenen verstorben. Während die Sterberate der PHE zufolge bei der Delta-Variante mit 0,2 Prozent deutlich geringer zu sein scheint als bei der Alpha-Variante (zwei Prozent), ist die Zahl der Notfallaufnahmen im Krankenhaus im Vergleich deutlich angestiegen. Eine Infektion mit der Variante Delta scheint daher mit einem schwereren Krankheitsverlauf und einem höheren Hospitalisierungsrisiko einherzugehen, so der PHE-Bericht.

Künftig könnten Auffrischungsimpfungen unabdingbar werden

Auch ist die Wirksamkeit der Covid-19-Impfungen zwar noch gegeben, aber reduziert. Eine aktuelle Untersuchung des PHE zeigt: Die Wirksamkeit der Biontech/Pfizer-Impfung sinkt, gegen Delta eingesetzt, von 93 auf 88 Prozent. Das ist immer noch hoch, aber ein Hinweis darauf, dass die Variante einen Vorteil hat.

Unter der Leitung von David Bauer vom Francis Crick Institute in London hat ein Team außerdem Serumproben von 250 ein- oder zweimal geimpften Personen untersucht. Die Laboruntersuchungen deuten ebenfalls auf eine abgeschwächte Impfstoffwirksamkeit gegen die Variante Delta hin.

Nach einer vollständigen Biontech-Impfung konnte ein 5,8-fach geringerer Antikörpertiter gegen die Variante Delta als gegen das Ursprungsvirus festgestellt werden. Zudem nimmt die Zahl der Antikörper mit der Zeit und dem Alter der Geimpften ab. In Zukunft könnten Auffrischungsimpfungen somit unabdingbar werden, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.

Es gibt ebenfalls Hinweise darauf, dass die Variante Delta sich der natürlichen Immunität entziehen könnte. Für eine endgültige Antwort reichen die epidemiologischen Daten derzeit jedoch noch nicht aus. Dennoch vermuten die Expertinnen und Experten, dass die Variante Delta durch die höhere Ansteckungsrate einen Wachstumsvorteil hat – und vermutlich schon bald vorherrschen wird. Das höhere Hospitalisierungsrisiko und der womöglich reduzierte Impfschutz könnten dazu beitragen.

it/fj

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.