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Debatte über Lambrecht-Nachfolge: Rufe nach politischem Schwergewicht

BERLIN (dpa-AFX) -Für den Fall eines Rücktritts von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert der ehemalige Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels eine hochkarätige Nachfolge. "Die Verteidigungspolitik ist für Deutschland inzwischen existenziell geworden; das ist kein politisches Nebenthema mehr", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montag). "Daran sollte sich die Entscheidung über die Nachfolge ausrichten. Der Kanzler braucht jemanden mit großem politischem Kampfgewicht."

Als weitere Anforderungen nannte er unter anderem Organisationserfahrung, und: "Ein bisschen Liebe zur Bundeswehr gehört ebenfalls dazu." Der einstige Bundeswehr-Generalinspekteur Hans-Peter von Kirchbach sagte dem RND: "Es müsste ein politisches Schwergewicht sein. Worauf es nicht ankommt, ist das Geschlecht."

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, forderte in der "Bild"-Zeitung eine Person, die "über Parteigrenzen hinweg vermittelbar" ist und "das große Ganze" versteht. Außerdem sollte der oder die Neue "integrieren können, kaltstartfähig, sachkundig, reformwillig und durchsetzungsfähig sein". Wüstner fügte hinzu: "Niemand erwartet, dass in den ersten Wochen gezaubert wird, aber eine Botschaft des Aufbruchs wäre wichtiger denn je."

Am Freitagabend hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet, Lambrecht stehe vor einem Rückzug von ihrem Ministerposten. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür bislang nicht. Lambrecht steht seit Monaten immer wieder in der Kritik, die oppositionelle Union verlangte wiederholt ihren Rücktritt.