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Crypto Hub Ankündigung: Bitcoin-Daten made in Germany

Anton Livshits

Der Zustrom von institutionellen Investoren auf den Krypto-Markt befeuert die Nachfrage nach professionalisierten Datensätzen zu Bitcoin & Co. Die Werpapierbörse Nasdaq verkündete deshalb vor wenigen Tagen eine Kooperation mit CryptoCompare. Das Ziel ist die Entwicklung eines Datenservices, der an die Bedürfnisse von Großinvestoren angepasst sein soll. Derweil arbeiten auch deutsche Unternehmen an einem ähnlichen Angebot. Auf dem diesjährigen D-A-CH Kongress für Finanzinformationen (DKF) gab der in München ansässige Finanzdatenanbieter financial.com folglich die Entwicklung von Crypto Hub bekannt. Auch dieses Datenprodukt richtet sich laut financial.com-CEO Alexis Eisenhofer ganz klar an institutionelle Investoren:

Kryptographische Token wie die sogenannten Kryptowährungen und Investmenttoken werden immer wichtiger. Mit dem Crypto Hub erweitern wir unser Angebot für professionelle Investoren, die diesen neuen Markt erschließen wollen.

Crypto Hub entsteht aus einer Kooperation mehrerer deutscher Unternehmen

Laut Pressemeldung möchte Crypto Hub eine kompakte Übersicht über die relevanten Stamm- und Marktdaten rund um Kryptowährungen liefern. Die Daten sollen letztlich dafür genutzt werden, um Benutzer-Terminals für spezifische Kryptowährungen wie etwa Bitcoin und Etherum zu erstellen. Derartige Terminals sind Anwendungen, die die wesentlichsten Informationen für Trader in gebündelter Form darstellen. Financial.com kooperiert für die Entwicklung von Crypto Hub mit mehreren Akteuren der deutschen Krypto-Welt.

Da wäre zunächst der Softwareentwickler Blocksize Capital. Das in Frankfurt ansässige Unternehmen ist auf die Entwicklung von Infrastrukturlösungen rund um Blockchain spezialisiert. Es wird Crypto Hub mit aktuellen Marktdaten versorgen. Des Weiteren ist auch das Münchener Unternehmen CryptoTax mit an Bord. Das „Legal-Tech“ Start-up fokussiert sich auf steuerrechtliche Fragen rund um Bitcoin & Co. CryptoTax unterstützt Crypto Hub folglich mit einem Datenfeed, der steuerlich relevante Informationen enthält.

Besonders interessant ist indes die Partnerschaft mit der International Token Standardization Association (ITSA). Die Non-Profit-Organisation möchte verbindliche Marktstandards für Kryptowährungen entwickeln. Sie setzt sich aus verschiedensten Akteuren der Bitcoin-Welt zusammen. Auch BTC-ECHO ist Gründungsmitglied. Crypto Hub  verwendet die von der ITSA entwickelte International Token Identification Number (ITIN) und die International Token Classification (ITC). Die ITIN ist ein öffentlich zugänglicher Standard für die eindeutige Identifizierung verschiedener Kryptowährungen. Jeglicher Token verfügt so über eine unverkennbare Identifikationsnummer. Bei der ITC handelt es sich hingegen um einen Analyserahmen. Dieser macht es möglich, Bitcoin und andere Währungen nach diversen Parametern zu vergleichen.

 

Source: BTC-ECHO

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