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Credit Suisse verschiebt Geschäftsbericht nach SEC-Anfrage

(Bloomberg) -- Die Aktien der Credit Suisse Group AG fielen am Donnerstag erneut in die Nähe eines Allzeittiefs, nachdem das kriselnde Geldhaus die eigentlich für den heutigen Tag anstehende Veröffentlichung des Geschäftsberichts wegen Nachfragen der US-Börsenaufsicht verschieben musste.

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Die Anteilsscheine brachen im Tagesverlauf um bis zu 6,4% auf 2,504 Franken ein und brachten den Börsenwert der Schweizer Bank damit in die Nähe von 10 Milliarden Franken. Am frühen Nachmittag machte die Bank wieder etwas Boden gut und handelte um 15:09 in Zürich noch 2,8% leichter.

Die Securities and Exchange Commission teilte der Bank am Mittwochabend mit, es gebe noch Fragen und Anmerkungen zu den von der Bank vorgenommenen Anpassungen der Kapitalfluss-Rechnungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020. Im Fokus stünden auch die diesbezüglichen Kontrollen.

Das Fragezeichen hinter den vergangenen Abschlüssen kommt einmal mehr zur Unzeit für das kriselnde Geldhaus. Der Aktienkurs schwebt seit Tagen wieder in der Nähe von Rekordtiefs und setzte die Talfahrt am Donnerstag fort, Langzeit-Großaktionär Harris Associates teilte gerade erst mit, dass er alle Aktien verkauft habe. Gute Nachrichten aus Zürich waren zuletzt Mangelware.

Laut Credit Suisse sind die bereits am 9. Februar veröffentlichten Finanzergebnisse für 2022 nicht von den Anfragen betroffen; die Bank bestätigte diese Zahlen. Andere Aufsichtsbehörden außer der SEC seien nicht involviert, erklärte Kinner Lahkani, Leiter der Abteilung Investor Relations, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die SEC Fragen zu Geschäftsberichten stellt. Die Verschiebung der Veröffentlichung ist allerdings eher selten.

“Wir beschäftigen uns im Allgemeinen nicht mit den Cashflow-Rechnungen” der Credit Suisse, schreiben die Analysten der Royal Bank of Canada in einer Einschätzung. “Die Beträge sind relativ gering und die Anpassung war bereits vorher bekannt”, heißt es weiter. “Allerdings sind Nachfragen zur Buchhaltung, insbesondere von der SEC, negativ.”

Wann genau die Berichte veröffentlicht werden, ließ die Bank offen. Die Geschäftsleitung halte es für “angemessen, die Veröffentlichung für eine kurze Zeit zu verschieben”, um die Fragen der SEC besser nachvollziehen zu können. Mit der Verschiebung verzögert sich auch die Bekanntgabe der Vergütung der Geschäftsleitung.

In ihrem Geschäftsbericht 2021 hatte die Credit Suisse erklärt, sie habe “nicht wesentliche” Bilanzierungsprobleme im Zusammenhang mit bestimmten Wertpapierleihgeschäften festgestellt. Dies führte zu einer Reihe von Anpassungen für das Geschäftsjahr 2020, die im Ergebnis die Bilanzsumme erhöhten und die Leverage Ratio um 10 Basispunkte verminderten.

Überschrift des Artikels im Original:Credit Suisse Delays Annual Report After Last-Minute SEC Query

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©2023 Bloomberg L.P.