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Credit-Suisse-Großaktionär David Herro nennt Krise ‘Weckruf’

Marion Halftermeyer und Jonathan Ferro
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Für David Herro müssen die zu erwartenden Verluste der Credit Suisse Group AG aus der Archegos Capital-Krise zu tiefgreifenden Änderungen in der Unternehmenskultur und der Aufsichtspraxis bei der Schweizer Großbank führen.

“Die Kontrolle des Risikos ist immer noch nicht dort, wo sie sein sollte”, sagte der CIO des Großaktionärs Harris Associates in einem Interview mit Bloomberg TV am Mittwoch. “Hoffentlich ist dies ein Weckruf, den Kulturwandel zu beschleunigen, der in diesem Unternehmen erforderlich ist.”

Der angerichtete Schaden könne zwar repariert werden, sagte Herro im Gespräch. Doch wenn die notwendigen Änderungen nicht kommen, werde Harris Associates - zusammen mit BlackRock, dem Emirat Katar und dem norwegischen Staatsfonds einer der größten Aktionäre - seine Investition erneut prüfen.

“Wenn wir glauben, dass das Managementteam in Zukunft keinen Wert mehr produzieren kann, dann werden wir die Aktie verkaufen”, sagte Herro. “An diesem Punkt sind wir bei der Credit Suisse derzeit nicht.”

Die Credit Suisse muss mit Milliardenverlusten im Zusammenhang mit dem Hedgefonds Archegos rechnen, sagen Personen mit Kenntnis der Angelegenheit. Gleichzeitig ist die Bank immer noch mit den Auswirkungen des Zusammenbruchs von Greensill Capital beschäftigt.

Für Herro ist Bankchef Thomas Gottstein, der letztes Jahr das Ruder übernommen hat, immer noch die richtige Person für den Job. Seine Hauptkritik richtet sich gegen den ausscheidenden Verwaltungsratsvorsitzenden Urs Rohner, und er rief die Bank auf, sich zu trennen von “den Menschen, die verantwortlich sind für eine Kultur, in der Risiko und Rendite nicht im Einklang stehen”.

Rohner “ist seit 10 Jahren an der Spitze dieser Organisation, unter ihm ist all das passiert”, sagte Herro. “Ich wünschte, der Verwaltungsrat hätte ihn früher entfernt.”

Herro nannte es “umsichtig”, dass die Bank ihr Aktienrückkaufprogramm unterbricht. In einem anschließenden Interview mit Bloomberg Radio ging er auch auf die Möglichkeit ein, dass sich Credit Suisse und der heimische Rivale UBS Group AG zusammenschließen.

“Angesichts der Ereignisse der letzten Wochen muss man sich fragen, ob man diesen Investmentbanken kritische Masse geben kann, indem man sie zusammenführt”, sagte er.

Überschrift des Artikels im Original:Credit Suisse Shareholder Says Archegos Is ‘Wake-Up Call’ (1)

(Wiederholung vom Vortag)

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