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Die Pandemie zeigt die Ästhetik des Widerstands

Nachdenken über das Coronavirus heißt auch Nachdenken über uns Menschen selbst – und unsere Fähigkeit zur Adaption. Ein Essay in Zeiten der Krise.

Die Jalousien sind geschlossen, die Schüler zuhause: das Humboldt-Gymnasium in Düsseldorf. Foto: dpa

Der Firnis menschlicher Zivilisationsgeschichte ist auch eine Art Rüstung – über Tausende von Jahren alt. Man sollte denken, die schützt uns ein Weilchen vor irrationaler Panik, wenn mal wieder eine Öl-, Finanz-, Handels- oder Politikkrise den Planeten erschüttert. In meinem Fall reichte ein Supermarkt-Besuch in Corona-Zeiten, um mich an den grunzenden Primaten zu erinnern, der in mir schlummert.

Vor mir an der Kasse stand eine Frau mit den letzten (!) drei (!!) Zehner-Packungen (!!!) Toilettenpapier des ganzen Ladens und hustete in ihre Armbeuge (das hatten wir immerhin schon gelernt), bevor sie der Kassiererin von ihrer kleinen Tochter erzählte, die gerade mit einer Lungenentzündung zu Hause liege. Auf einmal stand da keine Nachbarin mehr, sondern in jeder Hinsicht eine Bedrohung.

Man hat ja dann schnell Bilder im Kopf, die vom kontaminierten Kassenband bis hin zu Leichenbergen in Pestilenz-verseuchten Mittelalter-Städten reichen. Es gibt Katastrophenfilme wie „World War Z“ und „I am Legend“, in denen Stars wie Brad Pitt oder Will Smith erstaunlich schnell zu den letzten Überlebenden der Spezies Mensch gehören.

Jedenfalls wurde es auch hinter mir in der Kassenschlange dann zügig unruhig. Okay, wir haben die Frau dann weder ihres Hustens noch ihrer Hamsterei wegen verbrannt, wie man das vor wenigen Jahrhunderten noch mit vermeintlichen Hexen gemacht hätte. Aber wie würden wir nächste Woche reagieren?

Vor Kurzem konnten wir uns ja auch noch nicht vorstellen, Pasta zu horten und alle „sozialen Kontakte“ zu reduzieren, wie es uns die Kanzlerin neuerdings nahelegt. Der Ausnahmezustand ist zum Alltag geworden. Die gute Nachricht ist: An Corona dürfte die Menschheit nicht zugrunde gehen. Die schlechte: die Weltwirtschaft womöglich eher.

Es ist nicht mal vier Monate her, dass erstmals winzige Meldungen über ein neuartiges Virus auftauchten: Am 30. Dezember hatte der chinesische Arzt Li Wenliang (der ein paar Wochen später eines der ersten Todesopfer der Infektion wurde) seine Kollegen in einer WeChat-Gruppe über eine ungewöhnliche Häufung von Lungenentzündungen in der Millionenstadt Wuhan informiert. Man verzeihe die semantische Parallele, aber Nachricht und Krankheit gingen danach zügig viral.

So schnell also kann das gehen, dass nichts mehr ist wie vorher: Bis gestern wurden weltweit 220.000 Infizierte und 9000 Todesopfer gezählt. Das ist immer noch überschaubar, wenn man es mit der Spanischen Grippe vergleicht, der bis 1920 mindestens 25 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die allermeisten Corona-Patienten genesen zudem erfreulich schnell. Aber viel schlimmer als das Virus selbst verbreiten sich eben Angst und Vorsicht, die alles lähmen.

Das Coronavirus infiziert weniger unsere Körper als unsere Köpfe. Länder wie Italien verordnen sich Isolation, Metropolen wie Mailand gleichen plötzlich Geisterstädten. An den Börsen lösen sich Billionenwerte auf, Konzerne, Branchen und komplette Volkswirtschaften rutschen in die Rezession.

Die Welt wirkt wie nach einer Neutronenbombe: Die Produktionsmittel sind unbeschadet, aber verwaist. Flughäfen etwa waren bis vor Kurzem die pulsierenden Kathedralen der Moderne, Umschlagplätze des Die-Welt-ist-ein-Dorf-Credos.

Jetzt ähneln sie Mausefallen aus Glas und Stahl. Und der Kampf gegen die Folgen des Virus ist bisweilen überraschend gegenläufig: Die Ansteckungsketten müssen unbedingt gekappt, die Lieferketten unbedingt gerettet werden.

Greta Thunberg muss das Virus hasslieben

Sars-CoV-2 Superstar. Das Virus ist schneller zum Welthit geworden als Jesus, Billie Eilish und Greta Thunberg zusammen. Apropos: Greta muss das Virus hasslieben. Einerseits hat es schneller und radikaler als all ihre vorwurfsvollen Reden dafür gesorgt, dass wir deutlich weniger CO2 produzieren.

Sars-CoV-2 zeigt indes nicht nur, dass es irgendwie geht mit dem Umweltschutz, sondern ebenso dessen gigantische ökonomische Kollateralschäden, wenn uns eine derartige Schocktherapie verordnet wird. Zugleich spricht nun kaum noch jemand über die 17-jährige Schwedin oder die Erderwärmung, obwohl das Virus wie der Klimawandel die Menschheit ja gleichermaßen bedroht.

Beide sind unsichtbare Kräfte. Beide gäb’s gar nicht ohne uns Menschen. Beide operieren mit Fieber: Das eine erhöht unsere eigene Temperatur, der andere die des Planeten. Nur ist das Virus eine mikroskopisch winzige, der Klimawandel aber eine gigantische Bedrohung.

Sars-CoV-2 ist wahnsinnig schnell im Vergleich zu all den sich nur ganz allmählich über Jahrzehnte aufbauenden Ökoveränderungen. Und obwohl das Virus nicht mal ein echtes Lebewesen ist, ist es doch immerhin ein physisch verortbarer Feind. Der Klimawandel ist die Antwort der Natur auf unser Tun, das Virus auf unser Sein.

Seine besondere Raffinesse besteht darin, dass es eine Art bösartiges Spiegelbild unseres Immunsystems darstellt und zugleich die Adern der Globalisierung für seine rasante Verbreitung mit höchster Effizienz missbraucht.

Globalisierung macht es Viren einfacher

Das Virus ist eine perfekte Waffe. Es denkt und fühlt nicht. Es braucht keine Work-Life-Balance und keinen Moralkodex. Es schafft die Welteroberung von einem Fischmarkt in Wuhan aus in vier Monaten – ohne Panzer, Drohnen und Legionen. Es ist, findet Richard Preston, „die Rache der Natur“.

Preston schrieb „The Hot Zone“ (auf Deutsch im Knaur-Verlag erschienen), Vorbild vieler ähnlicher Thriller. Der Amerikaner beschreibt darin, wie der Corona-Verwandte Ebola den Planeten erobern und die Menschheit dahinraffen kann. „The Hot Zone“ erschien bereits 1995.

In den 25 Jahren seither hat sich nach Ansicht von Preston viel verändert, was es den Viren einfacher machte: China und ganz Asien rückten ökonomisch noch näher an den Rest der Staatengemeinschaft. Weltreisen sind zum Hobby breiter Bevölkerungsschichten geworden. Die Menschheit wächst und versammelt sich in immer mehr Megametropolen mit Einwohnerzahlen in zweistelliger Millionenhöhe.

Allein im Großraum New York leben heute mehr Menschen als im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland, Nordrhein-Westfalen. „Die globalisierte Wirtschaft macht es dem Virus leicht“, findet Preston. „Wir alle sind aufeinander angewiesen. Und aus der Perspektive eines Virus sind wir ideal, weil wir uns alle so ähnlich sind.“ Der Erreger unterscheidet nicht zwischen Rassen oder Geschlecht, Alter, Hautfarbe oder Intellekt, Arm oder Reich. Er macht auf eine apolitische Weise alle gleich. Für Sars-CoV-2 sind wir nur ein Wirt.

Preston „hasst es, das sagen zu müssen: Aber um eine derartige Bedrohung bekämpfen zu können, müssen wir das Beste und Feinste unseres Wesens ausschalten: Wir müssen uns voneinander separieren.“ Splendid Isolation nannte das britische Königreich einst seinen Versuch, sich auch dank der eigenen Insellage aus allen Allianzen rauszuhalten. Hat nicht wirklich geklappt. Und nun soll die wunderbare Isolation uns helfen?

In Afrika starben bei Ebola-Epidemien die Menschen auf den Straßen, weil Hilfe Selbstmord bedeutet hätte, erinnert sich der US-Schriftsteller. Das ist es, was uns auch mit Corona noch passieren könnte, und dann eben auch in Berlin, Peking oder New York. Die bereits zu beobachtende Folge: Wir werden temporär asozial.

Nur ein winziger Teil ist erforscht

Preston lebt von der Produktion fiktiver Worst-Case-Szenarien, möchte aber für die Realität Optimist bleiben. Was uns gefährdet, hätten wir dem Virus ja auch voraus: Bewusstsein, Werte, die Fähigkeit, in Teams zu arbeiten. „Das alles half uns bislang auch zu überleben“, sagt der Autor, der aus seinen Recherchen rund um das Virenthema gelernt hat: „Wir sind Teil der Natur. Und es gibt Kräfte in dieser Natur, die wir nicht kontrollieren, ja kaum verstehen können.“ Da gibt ihm auch ein Fachmann recht.

Hartmut Hengel ist Ärztlicher Direktor am Institut für Virologie der Freiburger Uniklinik und Präsident der Gesellschaft für Virologie: Nur „ein winziger Bruchteil“ der Viren sei „überhaupt erforscht“, sagt er. Das macht es natürlich auch schwierig: Gegen SarsCoV-2 komme es „auf situative Reaktionen an“, sagt Hengel. „Das ist wie im Krieg, wo es für Taktiken und Strategien ebenso wenig immer gültige Regeln gibt. Auch bei Corona müssen wir immer flexibel und intelligent reagieren.“

Die Kriegsrhetorik wird mittlerweile selbst von Staatsmännern übernommen wie Emmanuel Macron. Und es ist zumindest erstaunlich, wie derzeit allerorten die Freiheit einfach wegdesinfiziert wird. Niemand wundert sich mehr, dass im Handstreich sogar Grundrechte eingeschränkt werden. Die Maßnahmen mögen ja alle sinnvoll sein, aber nicht einmal eine Debatte darüber findet mehr statt.


Warum Viren zum Nachdenken anregen

„Die Ästhetik des Widerstands“ heißt ein dreibändiger Roman von Peter Weiß, den heute kaum noch jemand kennt. Aber diese Ästhetik des Widerstands fällt einem wieder ein, wenn man die nun omnipräsenten Bilder und Illustrationen von Sars-CoV-2 sieht. Der kugelige Bauplan wirkt ja in keiner Weise bedrohlich. Man könnte auch sagen: Viren sind schön. Als Mediziner sieht Hengel in ihnen einen „potenziellen Feind“, als Virologe „eine Chance“, eben weil sie so exakt auf unsere Schwachstellen programmiert sind.

Sie seien „etwas viel Größeres als das, was wir Menschen üblicherweise darin meist sehen, nämlich für den Menschen gefährliche, aber eigentlich völlig nutzlose Krankheitserreger“. Dass sie auch Phytoplankton und Bakterien infizieren, mache sie enorm wichtig fürs gesamte Ökosystem des Planeten. Hengel weiter: „Man kann durchaus behaupten, dass Viren unser Weltklima mit steuern, weil sie etwa über die Kohlenstoffzyklen im Meer das Klima regulieren“ – womit wir wieder bei Greta und der Erderwärmung wären.

Selbst die menschliche DNA bestehe zu acht Prozent aus viralen Sequenzen. Wir selbst sind also auch ein bisschen Virus, worüber man jetzt im Sinne von „Plage für den Planeten“ auch lange philosophieren könnte. Es zeigt zumindest: Nachdenken über Sars-CoV-2 und seine Ästhetik des Widerstandes bedeutet am Ende Nachdenken über uns selbst.

Wir bauen ja sogar selbst Viren. Computerviren. Constanze Kurz ist Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Mit ihr kann man wunderbar über Parallelen und Unterschiede zwischen biologischen und virtuellen Viren sprechen, wobei einem zunächst die vielen Ähnlichkeiten ins Auge springen.

Beide können ihre Wirte lahmlegen oder töten, aber auch in ihnen schlummern, ohne sich je zu zeigen. Beide können Pandemien auslösen wie schon 2008 der Computer-Wurm Conficker. Und beide können enorme wirtschaftliche Schäden anrichten: Am 12. Mai 2017 zum Beispiel begann mit einer Monstrosität namens WannaCry ein großer Cyberangriff, bei dem Hunderttausende von Computern in 150 Ländern infiziert und jeweils Lösegeldzahlungen verlangt wurden. Es ging um viele Milliarden.

Mutationen machen das Virus gefährlich 

Kurz sieht noch mehr Parallelen: Computer- wie natürliches Virus haben die Menschheit zum Nachdenken gebracht. Im Fall biologischer Viren haben wir uns jede Menge Gegenmaßnahmen ausgedacht seit dem Mittelalter. Auch jeder Computervirus fand bislang sein Sicherheits-Update. „Wir sind da schon sehr professionell geworden“, findet die Expertin. „Die Menschheit ist vielleicht nicht besser geworden, aber anpassungsfähiger.“

Darin liegt zugleich der größte Unterschied: Computerviren kann man, zumindest theoretisch, komplett auslöschen. Es gibt zwar zig Modifikationen. Aber sie alle wurden von Menschen konstruiert. Gott dagegen würfelt eben doch, auch wenn Albert Einstein das einst nicht akzeptieren wollte. Die Natur kann überraschender, spontaner agieren. Das hat auch damit zu tun, dass der Entwickler eines Computervirus ein Ziel verfolgt: Es soll lahmlegen, ausspähen, zerstören, Geld machen. Die Natur hat kein Ziel.

Das erst macht Sars-CoV-2 so gefährlich. Sein Überraschungsfaktor heißt Mutation. Überraschungen aber mögen wir Menschen gar nicht. Die ominösen „Märkte“ hassen Unsicherheit, heißt es jetzt wieder, wenn von Dow Jones über Dax bis Nikkei alle Aktienindizes einbrechen. Corona konterkariert unsere Hoffnung auf die Berechenbarkeit allen Tuns.

Der Glaube, Algorithmen seien unsere unumstrittene Zukunft und alle Entwicklung letztlich kalkulierbar – auch dieser Glaube wurde durch Sars-CoV-2 zumindest empfindlich erschüttert. Von all den Crash-Propheten, die jüngst die Bestsellerlisten eroberten, hatte keiner ein Virus auf der Rechnung. Nichts ist geradlinig und das Leben eben eine fortwährende Überraschung.

Prophezeiungen treten nicht ein

Apropos: Wo sind eigentlich all die Missionare des Silicon Valley, die uns bislang eine schöne, neue Welt versprachen auf den neuen Fundamenten von Big Data? Wo sind die Antworten von Google, Apple oder Amazon auf Sars-CoV-2, außer dass sie derzeit ziemlich einfallslos das machen, was alle machen: Läden schließen, Belegschaften ins Homeoffice schicken, Prognosen nach unten korrigieren. Facebook, WhatsApp oder Twitter verhindern nicht einmal, dass auf ihren Kanälen immer neue Fake News verbreitet werden.

Selbst die „Homo Deus“-Prophezeiungen des zuletzt erfolgreichsten Apologeten menschlicher Zukunft, Yuval Noah Harari, sind zurzeit nicht mehr sonderlich en vogue. Sars-CoV-2 zeigt uns auf geradezu schmerzliche Weise unsere menschlichen Grenzen.
Immerhin: Das kann den Blick schärfen für Chancen. „Wir spüren doch alle, dass wir vor einer Art Zeitenwende stehen, die uns von der aktuellen Pandemie nur besonders anschaulich vor Augen geführt wird“, findet Marc O. Eckert, in dritter Generation Chef der Luxusküchen-Ikone Bulthaup und damit Repräsentant besten deutschen Mittelstandes. Zuletzt sei es doch „nur noch um Masse, Schnelligkeit, Billig- und Billigst-Angebote“ gegangen. Und auch das könne „nun korrigiert werden – hin zu einer neuen Philosophie der Qualität“.

Eckerts Optimismus mag überraschend wirken angesichts einer Luxusgüterbranche, die derzeit neben dem Tourismus wohl am härtesten von Sars-CoV-2 getroffen wird. Die Kurse von Konzernen wie LVMH, Richemont, Kering oder Prada sind tief gestürzt, die Aussichten düster.

Und da kommt nun einer der ihren und sagt: „Die Globalisierung, die Abhängigkeit von China, unsere Reise-Gier, die Fachmessen, auf denen wir uns alle letztlich nur noch selbst feiern, der chronische Konsum, das ganze Schneller-Höher-Weiter-Mehr – unsere Welt, diese Prognose wage ich, wird nach Corona nicht mehr dieselbe sein.“

Was passiert beim nächsten Virus?

Eckert geht es dabei um mehr als um Werbung für seine Küchen, die den neuen Isolationismus monetarisieren könnten: „Was wir tun, hat viel mit Suche zu tun, mit Nachdenklichkeit und Innehalten, mit einem eigentlich einfachen, klaren Leben.“ Corona als Chance? „Warum nicht? Ich denke, dass die Menschen durch solche Krisen auch zurückfinden zu der Grundfrage, was wirklich wichtig ist im Leben.“ Es gehe jetzt darum, „dass wir ein neues Wertesystem entwickeln“, findet Eckert.

Eines, das uns innehalten lässt. Das uns zum Nachdenken zwingt. Dazu haben wir jetzt eigentlich Zeit, bis die akute Pandemie eingedämmt, ein Gegenmittel entwickelt sein wird. Dann wird das Aufräumen beginnen in den Trümmern jener Weltwirtschaft, die derzeit auch dem schärfsten Kapitalismuskritiker zeigt: Sie ist es durchaus wert, gerettet zu werden. Mit ihr mag nicht alles paradiesisch sein. Aber ohne sie wirkt selbst Sars-CoV-2 wie ein Halloween-Gag.

Und was ist überhaupt, wenn in zwei, drei Jahren das nächste Virus auftaucht irgendwo auf der Welt? Verordnen wir uns dann erneut totalen Stillstand? Beginnt hier eine Ära des dauerhaft und jederzeit ausrufbaren Ausnahmezustands? Werden wir eine Spezies von Stubenhockern? Und wer zahlt dann noch unser Essen, unser Netflix-Abo, unsere Müllabfuhr? Wo, bitte, soll das Geld denn langfristig herkommen, das gerade in gigantischen Rettungspaketen versprochen wird?

Das Virus wird uns weiter begleiten, weil es die Fähigkeit zur stetigen Veränderung hat. Aus dem gleichen Grund werden auch wir bleiben. Wir können sogar entscheiden, in welche Richtung wir uns verändern wollen. Sars-CoV-2 schenkt uns nichts – außer gerade ein bisschen Zeit, über all das mal in Ruhe nachzudenken.

Ein Mann steht auf einer Rolltreppe in einem fast leeren Bahnhof. Foto: dpa
Forscher arbeiten mit Hochdruck an einem zuverlässigen Impfstoff. Foto: dpa
Mekka: Arbeiter desinfizieren den Boden um die Kaaba, das quaderförmige Gebäude der Großen Moschee. Foto: dpa