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Corona-Rekord in Österreich, Polen fährt weiter herunter

David Verbeek
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Polen fährt das öffentliche Leben weiter herunter, Österreich meldet neue Corona-Rekorde, Italien sperrt Gebiete ab und in Deutschland sinkt der R-Wert: Der Corona-Überblick.

Polen kündigt angesichts rekordhoher Ansteckungszahlen an, alle nicht-essentiellen Geschäfte in Einkaufszentren und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Auch Schüler, die bislang noch in die Schulen gehen, wechseln ab Samstag zum Onlineunterricht, sagte Premierminister Mateusz Morawiecki auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Sollten die neuen Maßnahmen nicht binnen sieben bis zehn Tagen wirken, sei als “nächster Schritt” ein vollständiger Lockdown möglich, erklärte er.

Österreich meldete am Mittwoch 6.211 Neuinfektionen und 35 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden. Es handelt sich um die höchsten Werte seit Beginn der Pandemie. Seit Dienstag gilt ein landesweiter Teil-Lockdown, bei dem Freizeit- und Sporteinrichtungen geschlossen sind, Schulen und die meisten Geschäfte jedoch offen bleiben können. Die Regierung hatte angekündigt, dass es ein bis zwei Wochen dauern werde, bis die Maßnahmen zu sinkenden Infektionszahlen führen.

Italiens Regierung will ab Donnerstag besonders betroffene Corona-Gebiete abriegeln, wie aus einem Verordnungsentwurf hervorgeht, der Bloomberg vorliegt. Die Bewohner dürften diese Gebiete dann nur noch unter bestimmten Bedingungen verlassen. Auch eine landesweite Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr ist vorgesehen. Die Vorschläge befinden sich in der Diskussion und können sich noch ändern.

In den Niederlanden steht eine Verschärfung und Verlängerung des bestehenden Teil-Lockdowns bevor. So sollen nun auch Kinos, Theater, Museen und Bibliotheken für zwei Wochen zumachen - neben Kneipen und Restaurants, die seit Mitte Oktober geschlossen sind. Die Infektionsdynamik schwäche sich zwar ab, aber nicht schnell genug, sagte Premierminister Mark Rutte.

Laut Robert Koch Institut am Vorabend lag die Reproduktionszahl, der sogenannte 4-Tage-R-Wert bei 0,94, nach 1,07 am Vortag.

Das R-Maß gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt; die Zahl sollte unter 1,0 liegen, um eine exponentielle Ausbreitung zu verhindern, die das Gesundheitssystem überfordern könnte.

Nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Mittwochmorgen wurden in den zurückliegenden 24 Stunden in Deutschland 7.533 Personen neu mit dem Coronavirus diagnostiziert, nach 17.538 am Vortag. Seit Beginn der Pandemie wurde das Virus in der Bundesrepublik damit bei insgesamt 577.131 Personen festgestellt.

Im Zusammenhang mit Corona gab es 48 weitere Todesfälle; die Gesamtzahl stieg damit auf 10.717.

(Ergänzt um Polen im 2. und Österreich im 3. Absatz)

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