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Chef von Österreichs Energiekonzern OMV geht vorzeitig

·Lesedauer: 1 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Der deutsche Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV <AT0000743059>, Rainer Seele, wird seinen Posten schon Ende August räumen. Der Aufsichtsrat des teilstaatlichen Unternehmens gab am Dienstagabend die vorzeitige einvernehmliche Trennung bekannt. Der 60-jährige Manager war zuletzt wegen seines Umgangs mit kritischer Medienberichterstattung und wegen Vorwürfen von Umweltschützern unter Druck geraten.

Er hatte im April angekündigt, die OMV mit Ende seines Vorstandsvertrages im Juni 2022 zu verlassen. Nun soll er bereits im September von Alfred Stern abgelöst werden, der derzeit die Chemiesparte von OMV leitet.

Der in Bremerhaven geborene Seele ist seit Juli 2015 Chef der OMV. Davor war er Vorstandsvorsitzender von Wintershall. Seele ist auch langjähriger Präsident der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer.

Unter Seeles Führung hatte die OMV die österreichische Rechercheplattform "Dossier" nach angeblich unrichtigen Berichten über den Erwerb des Chemiekonzerns Borealis durch die OMV verklagt. Die Klage wurde im April zurückgezogen. Außerdem hatte Greenpeace der OMV vorgeworfen, in Neuseeland Umweltaktivisten ausspioniert zu haben. Die OMV, die vor der Küste des Inselstaats nach Erdgas und Erdöl gesucht hatte, hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Wegen dieser Angelegenheiten hatte sich Seele unter anderem Kritik von der grünen Umwelt- und Energieministerin Leonore Gewessler eingehandelt, die einen korrekten Umgang mit Medien und der Zivilgesellschaft einforderte.

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