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Catherine MacGregor wird neue Vorstandsvorsitzende von Engie

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MacGregor tritt am 1. Januar ihren Chefposten beim französischen Versorger an. Sie soll nun die geplante Wende zu einem „grünen“ Energieunternehmen vollziehen.

Der französische Versorger Engie wird auch künftig von einer Frau geführt. Catherine MacGregor werde zum 1. Januar die Position des Vorstandsvorsitzenden übernehmen, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Paris mit.

Im Februar war Vorgängerin Isabelle Kocher vor die Tür gesetzt worden, seitdem agiert Claire Waysand als Interims-Chefin. Mit der Entscheidung bleibt Engie das einzige von einer Frau geführte Unternehmen, das in Frankreichs wichtigstem Aktienindex notiert ist.

Die Ernennung MacGregors ist aber auch noch aus einem anderen Grund bemerkenswert: Ausgerechnet jemand, der seine ganze bisherige Karriere in der Öl- und Gasindustrie verbracht hat, soll die gewollte Wende von Engie zu einem „grünen“ Energieunternehmen vollziehen. Aufsichtsratschef Jean-Pierre Clamadieu hatte dazu Ende Juli einen klaren Fahrplan präsentiert, der unter anderem den Verkauf von Unternehmensteilen von mindesten acht Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren vorsieht.

Aktuell sieht sich Engie einem Angebot für den größten Teil seiner Beteiligung am Wasserkonzern Suez für 3,4 Milliarden Euro ausgesetzt. Die Offerte stammt vom ebenfalls in Frankreich beheimateten Versorger Veolia. Bis jetzt hat sich Engie noch nicht zu einem Verkauf durchgerungen.