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Ein Burger-Restaurant wurde geschlossen, nachdem es wegen mangelnder Barrierefreiheit verklagt worden war

Eine Person, die sich auf das Betreten einer Rollstuhlrampe vorbereitet. (Symbolbild) - Copyright: Manu Vega/Getty Images
Eine Person, die sich auf das Betreten einer Rollstuhlrampe vorbereitet. (Symbolbild) - Copyright: Manu Vega/Getty Images

Ein familiengeführter Burgerladen in Richmond, Kalifornien, schloss am Donnerstag nach 38 Jahren und begründete dies mit einem Rechtsstreit über den fehlenden Zugang für Rollstuhlfahrer.

Klage aufgrund fehlender Zugänglichkeit

In ihrer Schließunggsankündigung erwähnten die Eigentümer, dass ein kürzlich eingereichter Rechtsstreit dem Burgerladen "zugesetzt" habe. Sie erwähnten auch die Herausforderungen der Pandemie und der Inflation.

Die Klage, die im Januar dieses Jahres im nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht wurde, wurde von einem querschnittsgelähmten Kläger eingereicht. Er beschuldigte die Restaurantbesitzer und den Vermieter, ihn zu diskriminieren, weil sie das US-Gesetz für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ("The American's with Disability Act", ADA) nicht beachtet hätten.

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Das ADA ist ein Bundesgesetz, das die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen verbietet, was bedeutet, dass Unternehmen ihre Räumlichkeiten für Rollstuhlfahrer zugänglich machen müssen.

Die Nichteinhaltung des ADA kann zu Geldstrafen von bis zu 75.000 US-Dollar (rund 70.000 Euro) beim ersten Verstoß und zu Anwaltskosten führen, die in die Tausende gehen können.

Rollstuhlfahrer fühlte sich wie ein "Ausgestoßener"

George Koliavas, einer der Besitzer des Great American Hamburger & Pie Co. sagte zum Portal "SFGATE", dass er und seine Frau vorgeschlagen hätten, eine Rollstuhlrampe am Eingang des jahrzehntealten Restaurants anzubringen, um das Problem der Zugänglichkeit zu lösen. Doch der Vermieter habe die Lösung mit der Begründung abgelehnt, sie sei zu teuer.

In der Klage sagte der Kläger, dass eine "hohe Schwelle" ihn im Oktober 2023 daran hinderte, das Restaurant zu betreten. Er sagte, er fühle sich wie ein "Ausgestoßener", weil er seinen Hamburger nicht im Inneren des Restaurants "wie gesunde Menschen" essen könne.

In der Klage heißt es weiter, dass er bei seiner Rückkehr im Dezember auf denselben unzugänglichen Eingang stieß, der ihn erneut am Betreten hinderte. Die Klage und die damit verbundenen Anwaltskosten erwiesen sich für die Eigentümer als eine zu große Herausforderung, sodass sie beschlossen, das Geschäft zu schließen.

Restaurants unter Druck

"Es ist frustrierend, und man kommt an einen Punkt, an dem man sagt: 'Weißt du was, vergiss es'", so Koliavas zu "SFGATE". Koliavas drückte weiter seine Frustration aus: "Es scheint eine Kettenreaktion zu sein, dass der Vermieter nichts tun will, und das geht auf Kosten der kleinen Unternehmen."

Laut dem Bericht "2024 State of the Restaurant Industry" der National Restaurant Association machen es die steigenden Lebensmittel- und Arbeitskosten für Restaurants immer schwieriger, Gewinne zu erwirtschaften. Der Verband schätzt die Erfolgsquote in der Branche auf insgesamt 20 Prozent, was bedeutet, dass die meisten Restaurants scheitern.

Einer Lokalzeitung zufolge wurde der Burgerladen 1986 von Helen Koliavas' Eltern gegründet, und das Ehepaar Koliavas übernahm das Geschäft im Jahr 2010.

"Wir werden die Gemeinschaft und unsere großartigen Kunden vermissen", sagte George Koliavas zu "SFGATE" und wies darauf hin, dass einige Gäste schon seit ihrer Kindheit das Restaurant besucht hätten.

Lest den Originalartikel auf Business Insider