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Bundesbank: Weiterhin überhöhte Immobilienpreise in Deutschland

FRANKFURT (dpa-AFX) -Häuser und Wohnungen in Deutschland sind einer Bundesbank-Analyse trotz zuletzt sinkender Preise nach wie vor oft überteuert. "Die Überbewertungen bei Wohnimmobilien gingen im Jahresmittel 2022 nicht zurück", stellte die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Februar fest. "Gemäß aktuellen Schätzergebnissen lagen die Immobilienpreise in den Städten zwischen 25 Prozent und 40 Prozent über dem Preis, der durch soziodemografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist."

Zwar waren in der zweiten Jahreshälfte Preisrückgänge zu beobachten: Die hohe Inflation und steigende Hypothekenzinsen engten den Finanzierungsspielraum vieler Kaufinteressenten ein, die Wohnungsnachfrage ließ nach. Zugleich hielten gestiegene Baupreise und Wohnungsmangel gerade in Ballungsräumen das Preisniveau hoch.

"Die in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Wohnimmobilienpreise wirkten der noch bis zur Jahreshälfte sehr kräftigen Teuerung nur ansatzweise entgegen", fasst die Bundesbank zusammen. "Angesichts der in der ersten Jahreshälfte noch kräftigen Preissteigerungen waren Wohnimmobilien in Deutschland im Jahresmittel etwa ebenso stark überbewertet wie zuvor."

Es gebe allerdings Anzeichen dafür, "dass der jahrelange Aufschwung am Wohnimmobilienmarkt vorüber ist", schreibt die Bundesbank, die seit Jahren vor Überbewertungen am Immobilienmarkt warnt. So fielen die Preissteigerungen ausweichlich diverser Analysen auf Jahressicht geringer aus als 2021. Die Preise für Wohnimmobilien in 127 deutschen Städten erhöhten sich Berechnungen des Datenanbieters Bulwiengesa zufolge im Jahresdurchschnitt um 6,0 Prozent und damit etwas schwächer als ein Jahr zuvor.

Auch in den sieben Großstädten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sei der Preisanstieg mit 6,2 Prozent niedriger gewesen als ein Jahr zuvor. In Deutschland insgesamt stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen nach Berechnungen des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) im vergangenen Jahr um 9,0 Prozent.