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BUND fordert Klarheit über Energieverbrauch der Industrie

BERLIN (dpa-AFX) - Der Umweltverband BUND fordert in der Debatte um Sparpotenziale bei Gas, dass die deutsche Industrie ihren Verbrauch offenlegen soll. "Die Bundesregierung muss die Energieverbräuche der großen Anlagen der energieintensiven Industrie endlich öffentlich machen", sagte Olaf Bandt, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), am Donnerstag in Berlin.

Industrievertreter forderten seit Wochen die Einschränkung von Privathaushalten im Fall eines Engpasses, ohne auf eigene Einsparmöglichkeiten einzugehen, monierte Bandt. Um eine ausgewogene öffentliche Debatte zu führen, müsse die Bevölkerung wissen, welche Anlagen derzeit am meisten Gas verbrauchten und welche Sparpotenziale sich im Notfall ergeben könnten, zum Beispiel bei der energieintensiven und umweltschädlichen Produktion von Einwegplastik.

Zuletzt hatte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gefordert, die Gasversorgung für den Fall eines Mangels neu zu regeln. Die aktuellen Priorisierungsregeln, die unter anderem Privathaushalte und Kliniken in einer Gasmangellage schützen, seien für eine kurzfristige Unterbrechung einzelner Leitungen geschaffen worden, hatte BDI-Präsident Siegfried Russwurm gesagt. "Für die harte neue Energie-Realität muss die Politik in Berlin und Brüssel eine neue Regelung schaffen. Diese hat alle Teile der Gesellschaft entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit in die Pflicht zu nehmen."

Zur Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 sagte Bandt, zu Entwarnung gebe es keinen Grund. "Das Gas fließt wieder, die Probleme für den Herbst bleiben." Es brauche einen ambitionierten und naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien.

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