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Brandenburger Regierung prüft Bericht zu Corona-Ausbruch an Klinikum

POTSDAM (dpa-AFX) - Nach dem Coronavirus-Ausbruch am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam hat die Brandenburger Landesregierung einen ersten Bericht der bisherigen Klinikspitze über die Krise erhalten. Der Zwischenbericht sei eingegangen und werde nun geprüft, teilte ein Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums am Samstag mit. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte beide bisherigen Geschäftsführer nach der Häufung von Infektions- und Todesfällen an dem Klinikum für ein halbes Jahr beurlaubt.

Seit Samstag hat das größte Potsdamer Krankenhaus eine neue Leitung. Seit Mitte März hatten sich dort Corona-Infektionen gehäuft. Experten des Robert Koch-Instituts kritisierten danach unter anderem, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten. Bis Freitag starben 40 Corona-Patienten in der Klinik. Derzeit werden dort 41 infizierte Patienten versorgt. Seit 1. April gilt in der Klinik ein Aufnahmestopp - außer für Notfälle. Die neue Spitze will mit der Beratung Kienbaum ein Konzept zur Wiederaufnahme des Betriebs vorlegen.

Eine unabhängige Kommission unter Leitung von Brandenburgs Ex-Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) soll den Virusausbruch untersuchen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft, ob sich drei leitende Ärzte und die nun beurlaubten Geschäftsführer strafbar machten. Dabei geht es um Meldepflichten. Sie prüft auch eine Strafanzeige der Deutschen Stiftung Patientenschutz gegen die verantwortlichen Geschäftsführer und Ärzte unter anderem wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung.