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Brandbrief aus Bayern fordert mehr Kontrolle über die Bank N26

·Lesedauer: 2 Min.

Die bayrischen Genossenschaftsbanken beschweren sich über die Smartphone-Bank N26 in einem Brandbrief an den neuen Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Mark Branson, und fordern mehr Kontrolle des Geldhauses, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Jede dritte bayrische Volks- und Raiffeisenbank hat 2021 nach eigenen Angaben Betrugsfälle verzeichnet, bei denen ihren Kundinnen und Kunden Geld abgenommen wurde. Allen Betrugsvorfällen sei gemein, dass die Kriminellen Konten der Bank N26 genutzt hätten, um das Geld zu erbeuten. Mit Blick auf die geschädigten Kundinnen und Kunden „ist es nicht länger hinnehmbar, dass N26 die eigenen Strukturen und Sicherheitsstandards nicht verbessert“, formuliert es der Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB), Jürgen Gros, in einem Schreiben an die Finanzaufsichtsbehörde. Denn egal welches Geldinstitut betroffen sei, Betrugsfälle schädigten die gesamte Branche, so Gros. Er fürchte weitreichende Folgen für die Kreditinstitute, sollte die N26 ihre Sicherheitsverfahren nicht ausbauen.

Der zentrale Vorwurf der Genossenschaftsbanken, die mit N26 in Konkurrenz stehen, ist, dass die Neobank bei Verdacht auf Betrugsfälle zu langsam handeln würde. Denn sollte es zu einem Betrugsfall kommen, ist das Geld nicht immer unbedingt weg. Kreditinstitute richten für solche Fälle bestimmte Schutzmechanismen ein, die greifen, sobald der Verdacht eines Betrugsversuchs besteht. Nur wenn nicht schnell genug gehandelt werde, sei das Geld nicht mehr zurückzuholen. Doch genau an diesen Mechanismen mangele es bei der N26, heißt es in dem Schreiben. Die N26 reagiere zu spät oder die zuständigen Stellen seien nicht besetzt. „Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern es besteht ein flächendeckendes, systematisches Problem“, schreibt der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern an den Bafin-Chef.

Bereits zuvor machte die Bank mit ähnlichen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Erst vor Kurzem verlangte die BaFin ein Bußgeld in Höhe von 4,25 Millionen Euro, weil das Geldhaus Verdachtsfälle auf Geldwäsche zu spät meldete.

Die N26 selbst bestreitet, dass sie immer noch besonders anfällig sei. Die Sicherheitsverfahren würden ununterbrochen untersucht und verbessert, so das Geldhaus. Beispielsweise habe die Bank ein Überwachungssystem eingeführt, „um verdächtige Kontoaktivitäten sowie Betrug im E-Commerce in Echtzeit zu erkennen, zu untersuchen und zu melden“, heißt es von der N26.

jk

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