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Boni für Händler werden für Deutsche Bank zum Balanceakt

Nicholas Comfort und Steven Arons
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Prämienzahlungen für verdiente Mitarbeiter entwickeln sich für die Deutsche Bank AG zum Balanceakt. Einerseits will das größte Kreditinstitut des Landes die Banker honorieren, die 2020 zum ersten Gewinn seit sechs Jahren beigetragen haben. Andererseits drängt die Aufsicht zu Zurückhaltung.

“Wir sind uns selbstverständlich der Empfehlung der EZB sehr bewusst, wonach wir bei der variablen Vergütung maßhalten sollen”, sagte Deutsche-Bank-Finanzvorstand James von Moltke in einem Interview mit Bloomberg TV am Donnerstag in Frankfurt. “Wir müssen das abwägen dagegen, dass wir ein starkes Jahr hatten und unsere Leute für diese Leistung wettbewerbsfähig bezahlen müssen.”

Es ist nicht ein Problem der Deutschen Bank allein. Alle großen Investmentbanken stehen unter dem Druck der Mitarbeiter, die für steigende Erträge gesorgt haben und nun eine Gegenleistung erwarten. In einer Zeit der allgemeinen wirtschaftlichen Not könnten als übertrieben empfundene Prämien aber auf Unverständnis stoßen.

Bei der Deutschen Bank steigerte der Rentenhandel die Erträge im letzten Quartal um 17%, zum zweiten Mal in Folge besser als der Großteil der Konkurrenz von der Wall Street. Das Geschäft ist für CEO Christian Sewing immer wichtiger, da andere Sparten wegen der Negativzinsen um Erträge kämpfen.

Im Dezember hatte die Bank noch erwogen, die Boni für Händler um durchschnittlich 10% zu erhöhen, wie Bloomberg berichtete. Nun könnte diese Zahl sogar noch höher ausfallen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Im Vorjahr zahlte die Deutsche Bank Prämien in Höhe von 1,52 Milliarden Euro, von denen laut Geschäftsbericht 602 Millionen Euro an Angestellte der Investmentbank gingen.

Der oberste Bankenaufseher der Eurozone, Andrea Enria, rief kürzlich zu “extremer Zurückhaltung” bei Banken-Boni auf, nicht zuletzt, um angesichts einer nach der Pandemie drohenden Pleitewelle Kapitalpolster zu erhalten. Er schlug letzte Woche vor, dass Prämien erst später oder in Form von Aktien ausgezahlt werden könnten.

“Natürlich haben wir auch die Regeln zur zeitversetzten Auszahlung im Zusammenhang mit den diesjährigen Boni angeschaut, genauso wie die Empfehlungen, die uns gegeben wurden”, sagte von Moltke im Interview mit Bloomberg.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Bank Walking Bonus Tightrope as ECB Urges Restraint

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