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Biden-Sieg treibt Goldpreis auf höchsten Stand seit September

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Der Goldpreis nimmt wieder Kurs in Richtung der Marke von 2000 Dollar. Dabei profitiert das Edelmetall von der temporären Schwäche der US-Währung.

Der Goldpreis wird vom Ausgang der US-Wahlen beflügelt. Foto: dpa
Der Goldpreis wird vom Ausgang der US-Wahlen beflügelt. Foto: dpa

Der Goldpreis ist am Montag gestiegen und hat damit an die starken Kursgewinne der Vorwoche angeknüpft. Im Mittagshandel wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London mit 1958 US-Dollar gehandelt, nachdem der Preis am frühen Morgen bei 1965 Dollar den höchsten Stand seit September erreicht hatte. Der Goldpreis bewegt sich damit weiter in Richtung Rekordhoch, das Anfang Juli bei 2075 Dollar erreicht worden war.

„Gold setzt seinen Höhenflug fort“, kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank das Marktgeschehen. Als Preistreiber wird allgemein der zuletzt schwächere US-Dollar im Zuge einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten gesehen. Nach dem Ende des Wahlkrimis in den USA und dem Sieg des demokratischen Herausforderers Joe Biden geriet der Dollar, der als Reservewährung in Krisenzeiten geschätzt wird, unter Druck.

Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine Kursschwäche der amerikanischen Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollar-Raums günstiger. Dies stärkt die Nachfrage und stützt den Goldpreis.

Goldexperte Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus verwies außerdem auf ein neues Konjunkturpaket in den USA im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise. Demnach plant der neue Präsident Biden ein vergleichsweise umfangreiches Hilfspaket. „Diese Liquidität wird die Zinssätze mittelfristig niedrig halten, was den Goldpreis weiterhin stützen wird“, sagte Zumpfe.

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