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Der beliebte VW Golf fällt im Oktober aus den Top 10 der europäischen Zulassungen — dieser Konzern übernimmt mit seinen Modellen nun die Führung

·Lesedauer: 3 Min.
Die achte Generation des VW Golf kann insgesamt nicht ganz an den Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen.
Die achte Generation des VW Golf kann insgesamt nicht ganz an den Erfolg seiner Vorgänger anknüpfen.

Das hat es in den vergangenen 46 Jahren nur sehr selten gegeben: Volkswagens ewiger Bestseller Golf musste im Oktober bei den Zulassungszahlen in der EU ordentlich Federn lassen und schaffte es nicht einmal mehr in die Top Ten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Statistik der Branchenanalysten von JATO Dynamics. Um wie viel genau der Golf verloren hat, wird von der Statistik allerdings nicht abgebildet. Dennoch rutscht der beliebte Kompaktwagen innerhalb eines Monats stark ab.

In den letzten Jahren führte der kompakte Wolfsburger das Ranking der meistverkauften Autos entweder an, oder er stand zumindest auf dem Siegertreppchen. Doch die Chipkrise wirbelt die Konstanten innerhalb der Autoindustrie durcheinander und sorgt insgesamt für ein großes Minus. Im Oktober kamen alle Hersteller zusammengerechnet auf 760.652 Neuzulassungen – ein Rückgang von dreißig Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Der VW-Konzern verliert üppige 42 Prozent

Die Auswirkungen des Halbleitermangels waren aber auch im September schon zu spüren. In dem Monat wurden 17.507 Golf neu zugelassen, was immerhin noch für den vierten Platz reichte. Wenn man das Gesamtjahr betrachtet, fällt auf, wie sehr Volkswagen aktuell unter der Chipkrise leidet. Von Januar bis Oktober wurden in der Europäischen Union über 184.000 Golf zugelassen. Nach dem jetzigen Stand ist er also trotz des massiven Einbruchs im Herbst das meistverkaufte Modell des Jahres.

Aber nicht nur die Kernmarke Volkswagen hat mit krisenbedingten Produktionsausfällen zu kämpfen. Der gesamte VW-Konzern muss den Platz an der Spitze an Stellantis abgeben. Der aus der Fusion von PSA und Fiat-Chrysler hervorgegangene Branchenriese, zu dem unter anderem die Marken Peugeot, Opel, Fiat und Citroën gehören, konnte im Oktober einen Marktanteil von 21 Prozent verbuchen.

Das Absatzvolumen der Wolfsburger schrumpfte dagegen im vergangenen Monat um satte 42 Prozent. So kam der deutsche Autogigant auf einen Anteil von 20,7 Prozent, was zumindest noch für den zweiten Platz gereicht hat. Dies ist erst das zweite Mal seit der Jahrtausendwende, dass VW auf dem europäischen Markt nicht die führende Position innehat. Ein Grund dafür ist, dass Volkswagen bei der Verteilung der Chips SUV, sowie Elektro- und Premium-Fahrzeuge bevorzugt, um den Gewinn in der Krisensituation stabil zu halten und den E-Anteil zu erhöhen.

Den Peugeot 2008, das meistverkaufte Auto im Oktober, gibt es auch mit einem reinen Elektroantrieb.
Den Peugeot 2008, das meistverkaufte Auto im Oktober, gibt es auch mit einem reinen Elektroantrieb.

Stellantis platziert fünf Modelle in den Top Ten

Während die Wolfsburger absatzmäßig leiden, geht Stellantis derzeit offenbar souveräner mit der Mangelsituation um. Zumindest legen dies die europäischen Zulassungszahlen nahe. Das Kleinwagen-SUV Peugeot 2008 war im Oktober mit 18.836 Stück das meistverkaufte Auto Europas, zum ersten Mal seit seiner Einführung vor acht Jahren. In den Top Ten befinden sich mit dem Peugeot 2008 und 208, den Fiat-Modellen 500 und Panda, sowie dem Citroën C3 allein fünf Modelle aus dem Hause Stellantis.

Das Podium war im vergangenen Monat komplett in französischer Hand. Auf Platz zwei lag der Renault Clio, während der Peugeot 208 den dritten Rang einnahm. Das erste Modell aus dem Volkswagen-Konzern folgte mit dem VW T-Roc erst auf Platz neun. Das Kompakt-SUV kam auf 11.948 Zulassungen.

Die Kombination aus SUV und E-Antrieb boomt

JATOS Marktanalyse zeigt noch eine weitere Entwicklung auf: Der SUV-Boom ist ungebrochen und nimmt sogar noch weiter Fahrt auf. Während die Hochsitze im Vorjahreszeitraum auf einen Marktanteil von 40,7 Prozent kamen, waren es im Oktober 2021 46,8 Prozent – ein neuer Monatsrekord.

Dies liegt auch daran, dass E-Autos und Plug-in-Hybride dank der staatlichen Förderungen immer populärer werden und die Autobauer bei der Elektrifizierung ihrer Modellpalette vor allem auf SUV wie den VW ID.4, Hyundai Ioniq, Dacia Spring oder Peugeot e-2008 setzen. Insgesamt hatten 22,9 Prozent der neuzugelassenen Autos einen Stecker, was ebenfalls einen monatlichen Rekord darstellt. Dieselautos werden dagegen immer unbeliebter und kommen nur noch auf einen Anteil von 19 Prozent unter den Neuzulassungen.

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