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Bauernpräsident Rukwied fordert Ausweitung der 'Bauernmilliarde'

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OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Die Förderung des Bundesagrarministeriums für Investitionen der Landwirtschaft sollte nach Ansicht von Bauernpräsident Joachim Rukwied ausgedehnt werden. "Wir müssen mit der Politik intensiv besprechen, wie dieses Programm ausgebaut werden kann", sagte Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das als "Bauernmilliarde" bekannt gewordene Programm sei bei seinem Start am Montag massiv überzeichnet gewesen, weshalb viele Landwirte wahrscheinlich zu kurz kämen. Direkt nach dem Start sei die Internetseite zur Anmeldung für das Förderprogramm zusammengebrochen. "Das war quasi wie ein Lotteriespiel. Der Großteil der Landwirte, der in Zukunftstechnologien investieren will, wird hier leer ausgehen", sagte Rukwied. Deutschland wolle einen dreistelligen Milliardenbetrag in den Klimaschutz investieren. "Die Landwirtschaft ist eine Branche, die beim Klimaschutz viel leisten kann. Das sollte auch entsprechend gefördert werden", erklärte der Bauernpräsident.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt 816 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Landwirten Investitionen in moderne Technik für mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz zu ermöglichen. Aufgrund der großen Nachfrage ist das Fördervolumen für Maschinen für das erste Halbjahr 2021 schon ausgeschöpft.