Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.786,29
    -93,04 (-0,67%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.636,44
    -48,84 (-1,33%)
     
  • Dow Jones 30

    30.932,37
    -469,64 (-1,50%)
     
  • Gold

    1.733,00
    -42,40 (-2,39%)
     
  • EUR/USD

    1,2088
    -0,0099 (-0,81%)
     
  • BTC-EUR

    37.186,52
    -2.633,21 (-6,61%)
     
  • CMC Crypto 200

    912,88
    -20,25 (-2,17%)
     
  • Öl (Brent)

    61,66
    -1,87 (-2,94%)
     
  • MDAX

    31.270,86
    -370,00 (-1,17%)
     
  • TecDAX

    3.346,40
    -21,82 (-0,65%)
     
  • SDAX

    15.109,96
    -157,04 (-1,03%)
     
  • Nikkei 225

    28.966,01
    -1.202,26 (-3,99%)
     
  • FTSE 100

    6.483,43
    -168,53 (-2,53%)
     
  • CAC 40

    5.703,22
    -80,67 (-1,39%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.192,35
    +72,92 (+0,56%)
     

Bahnchef Richard Lutz soll Vertragsverlängerung bekommen

·Lesedauer: 2 Min.

Lutz soll fünf weitere Jahre Chef der Deutschen Bahn bleiben. Auch zwei weitere Vorstandsmitglieder bekommen eine Verlängerung. Noch muss aber der Aufsichtsrat zustimmen.

Der Bahnchef soll eine Vertragsverlängerung für fünf Jahre bekommen. Foto: dpa
Der Bahnchef soll eine Vertragsverlängerung für fünf Jahre bekommen. Foto: dpa

Der Vertrag von Richard Lutz als Chef der Deutschen Bahn soll verlängert werden. Das berichtete das Nachrichtenportal „ThePioneer“ (Freitag). Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) seien sich darüber einig. Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend in Regierungskreisen bestätigt. Lutz ist seit März 2017 Vorstandsvorsitzender der bundeseigenen Deutschen Bahn. Der Vertrag des 56-Jährigen solle um fünf Jahre verlängert werden.

Vertragsverlängerungen solle es auch für die Vorstandsmitglieder Ronald Pofalla (Infrastruktur) und Berthold Huber (Personenverkehr) geben. Pofalla, der in diesem Jahr 62 wird, solle bis zum Erreichen der Altersgrenze im Vorstand bleiben. Diese liegt bei der Bahn bei 65 Jahren.

Die Verträge der drei wären laut Bericht in gut einem Jahr ausgelaufen. Die Entscheidung müsse offiziell noch vom Aufsichtsrat bestätigt werden.

Der Bahn macht ein drastischer Fahrgastrückgang in der Coronakrise zu schaffen, daneben gibt es aber auch Probleme der Gütersparte sowie im Auslandsgeschäft. Die Bahn rechnet nach früheren Angaben aus Konzernkreisen für das Jahr 2020 mit einem Umsatzeinbruch und einem milliardenschweren Verlust. Der Bundestag hatte deswegen die Verschuldungsgrenze für die Bahn von bisher 30 Milliarden auf 35 Milliarden Euro bis Ende 2021 angehoben.

Der Bund plant außerdem eine milliardenschwere Eigenkapitalerhöhung bei dem bundeseigenen Konzern. Die EU-Kommission muss aber noch zustimmen, seit längerem gibt es dazu Verhandlungen.

Bahn will Fahrgäste bis 2030 verdoppeln

Lutz wurde am 6. Mai 1964 als Sohn einer Eisenbahnerfamilie geboren. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und ist seit 1994 bei der Bahn tätig. Im April 2010 wurde er zum Vorstand Finanzen und Controlling berufen. Seit März 2017 ist Lutz Vorsitzender des Vorstands der DB AG.

Die Bahn spielt eine wichtige Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, damit Klimaziele im Verkehrsbereich erreicht werden können. Die Zahl der Fahrgäste soll bis 2030 verdoppelt werden.

Im vergangenen Sommer hatten Politik, Gewerkschaften, Bahn-Unternehmen und Verbände einen „Schienenpakt“ unterzeichnet. Bahnkunden sollen demnach künftig einfacher und schneller ans Ziel kommen und die Züge pünktlicher werden. Ein zentrales Element dafür ist der „Deutschlandtakt“.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Ausbau der Infrastruktur. Daher sollen etwa viel belastete Knotenpunkte ausgebaut werden, geplant sind daneben der Aus- und Neubau sowie die Reaktivierung von Strecken. Zum Erhalt des Schienennetzes hat der Bund seine Mittel deutlich erhöht. Außerdem will die Bundesregierung mehr Güter von der Straße auf die Schiene holen.