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BaFin prüft bei Grenke ‘alle aufsichtsrechtlichen Instrumente’

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Nach dem Skandal um den Finanzdienstleister Wirecard AG ist die Aufsicht im Lichte von Betrugsvorwürfen gegen die Grenke AG wachsam.

Die BaFin werde alle “aufsichtsrechtlichen Instrumente natürlich prüfen”, sagte Raimund Röseler, Exekutivdirektor Bankenaufsicht bei der Bundesbehörde, am Dienstag. Grenke betreibt unter anderem eine Bank.

“Wirecard hängt uns noch nach”, erklärte Röseler bei einer Veranstaltung der Börsen-Zeitung in Frankfurt. Das “hat dazu geführt, dass wir bei Grenke jetzt ganz sensibel sind”. Was genau die BaFin plane, könne er aber nicht sagen.

Der Shortseller Fraser Perring hatte Grenke vergangene Woche Bilanzbetrug, Geldwäsche und fehlende interne Kontrollen vorgeworfen. In einer der zentralen Anschuldigungen hieß es, die Leasingfirma habe Akquisitionen genutzt, um zu verbergen, dass ein Großteil ihres Geldes nicht vorhanden sei. Das Unternehmen wies die Anschuldigungen zurück.

Bloomberg hatte am Montag berichtet, die BaFin erwäge eine Untersuchung der Bilanzierungspraktiken von Grenke. Zuvor war der Behörde vorgeworfen worden, bei der Aufdeckung von Betrug bei Wirecard AGder Wirecard AG versagt zu haben.

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