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Baerbock-Bescherung bei den Grünen: Umfrage-Hoch und Mitgliederzulauf seit ihrer Nominierung

Christiane Rebhan
·Lesedauer: 2 Min.
Annalena Baerbock
Annalena Baerbock

Annalena Baerbock beschert den Grünen zwei Höhenflüge innerhalb einer Woche. Seit der Nominierung der Grünen-Parteichefin als Kanzlerkandidatin Anfang der Woche verzeichnet ihre Partei einen Mitgliederboom. Von Montag bis Freitag stellten nach Grünen-Angaben 2159 Menschen Beitrittsanträge. "Die Eintrittswelle in den letzten Tagen ist ein absoluter Rekord in der Parteigeschichte", sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. "Es läuft rund bei uns und das macht mir gute Laune."

Die Woche mit dem stärksten Interesse an einer Mitgliedschaft war laut Grünen bislang die nach der Europawahl im Mai 2019 mit 1598 Anträgen. Im Durchschnitt schwankt die Zahl der Anträge für eine Parteimitgliedschaft demnach pro Woche zwischen 150 und 300. Im vergangenen Jahr gewannen die Grünen mehr als 10.000 Neumitglieder. Das geht aus ihrer Mitgliederstatistik hervor, die Business Insider vorliegt. Zum Jahreswechsel hatten sie mehr als 107.307 Mitglieder.

"Ich begrüße alle neuen Mitglieder herzlich", sagte Kellner. "Jetzt ist die richtige Zeit für einen neuen Aufbruch in diesem Land, für Klimaschutz, die Reduzierung von Ungleichheit und ein gemeinsames Europa einzutreten." Die Eintrittswelle zeige, dass sich viele Menschen nach Veränderung sehnten. "Ich freue mich sehr darauf mit so vielen Grünen wie noch nie in den Wahlkampf mit einer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu starten."

In den Umfragen überholen die Grünen sogar die Union

Die "Bild am Sonntag" veröffentlichte am Samstag die neueste Sonntagsfrage. Laut der Ergebnisse stünde Deutschland im Corona-Wahljahr wohl vor einem Umbruch. Denn die Regierungsparteien – vor allem die Union – werden für ihre Corona-Politik abgestraft. Gewinner sind die Grünen. Sie erreichen laut Meinungsforschungsinstitut Kantar 28 Prozent, ein Zugewinn von sechs Prozentpunkte. Der höchste Grünen-Wert in der Geschichte des Sonntagstrends – und ein Punkt mehr als CDU/CSU unter Kanzlerkandidat und CDU-Parteichef Armin Laschet. Das Institut Kantar hat 1225 Menschen im Zeitraum vom 15. bis zum 21. April befragt.

„Den Grünen ist es in den letzten Tagen gelungen, Wähler der Union, der SPD, der Linkspartei, aber auch der Nichtwähler für sich zu gewinnen“, sagt Kantar-Meinungsforscher Torsten Schneider Haase zur Bams. Demnach setzten die Grünen auf Meinungstrends, die sowieso gerade Konjunktur hätten. Außerdem verlief ihre Kandidatenkür am vergangenen Montag reibungslos und nach außen hin harmonisch. Bei der Union gab es hingegen einen offenen, brutalen Machtkampf. CDU-Chef Armin Laschet setzte sich am Dienstag gegen CSU-Chef Markus Söder durch. Söder erkannte die interne Niederlage an, doch ein Riss bleibt, die Sticheleien gehen weiter. Am Samstag lästerte der bayerische Ministerpräsident in der über Laschet: „Wir haben ein unterschiedliches Verständnis von Demokratie.“

Der Grünen-Vorstand hatte Baerbock am Montag als Kanzlerkandidatin vorgeschlagen, nachdem sie und Co-Parteichef Robert Habeck sich untereinander verständigt hatten. Der Parteitag im Juni muss die Nominierung noch bestätigen, was aber erwartet wird. dpa/cri