Deutsche Märkte öffnen in 3 Stunden 45 Minuten
  • Nikkei 225

    28.787,47
    +154,01 (+0,54%)
     
  • Dow Jones 30

    31.188,38
    +257,86 (+0,83%)
     
  • BTC-EUR

    28.621,43
    +9,38 (+0,03%)
     
  • CMC Crypto 200

    689,26
    -11,35 (-1,62%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.457,25
    +260,07 (+1,97%)
     
  • S&P 500

    3.851,85
    +52,94 (+1,39%)
     

Bürgermeister: Kurzfristige Corona-Maßnahmen verärgern Londoner

·Lesedauer: 2 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat Verständnis für den neuen coronabedingten Shutdown der britischen Hauptstadt gezeigt, die kurzfristige Anordnung aber scharf kritisiert. "Es ist das Hin und Her, das zu so viel Angst, Verzweiflung, Traurigkeit und Enttäuschung führt", sagte Khan am Sonntag der BBC. "Wenn wir unsere Meinung immer wieder ändern, macht es das Leuten wie mir wirklich schwer, die Menschen zu bitten, uns zuzuhören." Die Ankündigung "auf den letzten Drücker" sei ein schwerer Schlag für Familien und Unternehmen, sagte Khan. Die Maßnahmen seien allerdings korrekt, "sie folgen dem Rat von Wissenschaft und Medizin".

In London und weiten Teilen Südostenglands gilt seit Sonntag ein neuer harter Shutdown. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen nur aus triftigen Gründen verlassen, etwa für Lebensmitteleinkäufe oder für Arztbesuche und den Weg zur Arbeit und zurück. Reisen außerhalb dieser sogenannten Corona-Zone 4 sind nicht erlaubt. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte und Einrichtungen müssen schließen. Die Regierung hatte die Maßnahmen am Samstagnachmittag angeordnet. Grund ist, dass eine neue Variante des Coronavirus sich rasch in Südostengland ausweitet. Diese ist deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form.

Nach Bekanntgabe der schärferen Maßnahmen machten sich zahlreiche Menschen spontan auf, um die Gegend zu verlassen. Auf Fotos und Videos waren volle Bahnhöfe zu sehen. "Was Sie gestern gesehen haben, war eine direkte Folge der chaotischen Art und Weise, wie die Ankündigung gemacht wurde", sagte Khan.

Er habe Verständnis, dass Menschen in letzter Sekunde, bevor die Reiseverbote greifen, zu ihren Familien reisen wollen. "Aber es ist falsch", sagte Khan. Und mit Blick auf Corona-Impfmittel ergänzte er: "Wie werden Sie sich fühlen, wenn Sie das Virus an ältere Verwandte, geliebte Menschen weitergeben, deren Leben wegen des Vakzins lang und fruchtbar sein könnte, der sich aber dadurch mit dem Virus infiziert und - Gott bewahre - stirbt?"/bvi/DP/zb