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„Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel“: Neue Partei von Ex-Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück legt los

Specht, Frank
·Lesedauer: 2 Min.

Uwe Hück hat mit seinen Mitstreitern die Gründung einer neuen Partei vollzogen. Sie will Funktionären den Kampf ansagen und hergebrachte Strukturen aufbrechen. Scharfe Kritik kommt aus der SPD.

Der ehemalige Porsche-Betriebschef und Europameister im Thai-Boxen trat Ende 2020 nach 40 Jahren aus der SPD aus. Foto: dpa
Der ehemalige Porsche-Betriebschef und Europameister im Thai-Boxen trat Ende 2020 nach 40 Jahren aus der SPD aus. Foto: dpa

Der frühere Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück (58) hat mit Mitstreitern eine neue Partei gegründet. Die „Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel“ will erstmals zur Bundestagswahl antreten. Ihr Ziel: Funktionären den Kampf ansagen, hergebrachte Strukturen aufbrechen und Bürgern eine laute Stimme geben.

Die „Bürgerbewegung“ wolle ein größeres Meinungsspektrum zulassen als die klassischen Parteien, sich aber klar „gegen Nationalismus und Wissenschaftsleugnung“ abgrenzen, sagte der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Christoph Mährlein, am Samstag bei der Gründungsversammlung in Birkenfeld bei Pforzheim.

Es sei keine „Hück-Partei“, versichern die Parteigründer. Bundesvorsitzender ist der Unternehmer Sebastian Haase (46/ehemals CDU). Spitzenkandidat Mährlein (53) ist Rechtsanwalt und Ex-Chef des Pforzheimer SPD-Kreisverbands. Hück ist Sprecher und Vize-Chef der neuen Partei.

Anfang 2019 hatte der 58-Jährige als einer der bekanntesten Betriebsratschefs der Republik überraschend seinen Wechsel in die Politik bekanntgegeben. Für die SPD saß er anschließend im Pforzheimer Stadtrat, war aber immer wieder massiv mit Parteifreunden aneinandergeraten.

Nach 40 Jahren trat er Ende 2020 aus der SPD aus. Seinen Austritt begründete Hück mit seiner Enttäuschung über die Partei: „Die SPD hat ihre Grundwerte verraten“, sagte er der dpa. Dagegen kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, Hück scharf: „Uwe Hück geht es immer um Uwe Hück. Sein Tun ist ein bedingungsloser Schrei nach Aufmerksamkeit.“

Sie habe nie erlebt, dass Hück sich in die Partei- und Gremienarbeit der SPD eingebracht habe, sagte Mast. „Für Show und Fotos war immer Zeit.“ Hück habe keine Mehrheit und keinen Rückhalt in der SPD bekommen und dann das Weite gesucht.