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Börsen-Crash 2020: Wie sicher ist das Weltfinanzsystem?

Das Coronavirus trifft die Wirtschaft schwer. Die Aktienkurse stürzen überall auf der Welt ab. Die Angst ist groß. Wie stabil sind die globalen Finanzmärkte?

  • Als Auswirkung auf das Coronavirus stürzte der Dax um mehr als zwölf Prozent ab und verzeichnet damit seinen zweithöchsten Tagesverlust der Geschichte.
  • An den Börsen weltweit sieht es ähnlich aus. Mehr als 18 Billionen Dollar Marktkapitalisierung ging in den vergangenen drei Wochen verloren. Wie stabil ist das Weltfinanzsystem?
  • Das ist nicht der erste Börsen-Crash. Ein Vergleich mit älteren Krisen weckt Hoffnung auf eine baldige Erholung – aber nur auf den ersten Blick.
  • Der ehemalige Bundesbankvorstand Andreas Dombret spricht im Interview mit dem Handelsblatt über das Misstrauen gegenüber der Finanzbranche, ordnet die Gefahr einer globalen Rezession ein und lobt die EZB.

Was für ein Auftritt: Mit dünner Stimme trägt Christine Lagarde am Donnerstag die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) vor, mit denen das Institut die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus bekämpfen will. Lagarde wirkte verunsichert, sprach zunächst aus Versehen von 100 Milliarden statt von 120 Milliarden Euro, die in ein neuerliches Ankaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen fließen sollen.

Es war nicht die einzige Ungenauigkeit der Französin, die seit Kurzem an der Spitze der EZB steht. Die Anleger zeigten sich enttäuscht, die internationalen Börsen kannten weiter nur eine Richtung: nach unten. Offenbar wurde vielen Investoren bewusst, wie hilflos die EZB angesichts der Coronagefahr agiert. Christian Kopf, Anleihechef bei Union Investment, sprach mit Blick auf die EZB von „mangelnder Kreativität“.

Ein Vergleich mit der großen Finanzkrise 2008 drängt sich geradezu auf. Auch damals gab es historische Kursverluste. 2020 sind die Zahlen kaum weniger dramatisch: Mehr als 18 Billionen Dollar Marktkapitalisierung ging an den Weltbörsen in den vergangenen drei Wochen verloren. Das entspricht in etwa der jährlichen gesamtwirtschaftlichen Leistung der Europäischen Union. Allein am Donnerstag fielen die Aktien von Commerzbank und Deutsche Bank um rund 14 Prozent.

Kehrt der Crash aus dem Jahr 2008 zurück? Wie stabil ist das Weltfinanzsystem? Wer einfache Antworten auf diese Fragen gibt, macht sich unglaubwürdig. Zu komplex sind die Sachverhalte, auch weil Antworten auf wichtige medizinische Fragen derzeit noch nicht gegeben werden können.

Die Krise hat die Politik weltweit aufgerüttelt. England gibt 35 Milliarden Euro an Wirtschaftshilfen aus, Italien 25 Milliarden Euro, Japan knapp 13 Milliarden Euro. Auch in Deutschland bewegt sich die Politik wieder und investiert 12 Milliarden Euro.

„Wir werden das, was notwendig ist, tun“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor wenigen Tagen und beendete ihr wochenlanges Schweigen zum Thema Corona. Für die Hilfsmaßnahmen dürfe jetzt sogar über die schwarze Null nachgedacht werden, also über das politische Prinzip, ohne Neuverschuldung auszukommen.

Immerhin: Die Banken befinden sich in einem besseren Zustand als in der Finanzkrise, verfügen über mehr Kapitalreserven. „Anders als 2008 liegen die Gründe für die Krise nicht im Finanzsystem“, sagt der ehemalige Bundesbankvorstand Andreas Dombret, der heute als Global Senior Advisor für die Unternehmensberatung Oliver Wyman arbeitet. „Damals entstanden die Risiken innerhalb des Bankensystems. Dieses Mal sind die Institute nicht die Ursache der Krise, sondern gehören zu den Betroffenen der durch das Coronavirus ausgelösten Verwerfungen“.

Diese „Verwerfungen“ gleichen immer mehr einem Trümmerfeld. Nach Informationen der Dekabank richtete das Coronavirus bislang weltweit einen Schaden von 750 Milliarden Euro an, Tendenz stark steigend. Es ist ein doppelter Schock für die Weltwirtschaft.

Zum einen auf der Angebotsseite: Firmen droht eine Zwangspause, wenn Lieferketten unterbrochen werden. Zum anderen auf der Nachfrageseite: Arbeitnehmer werden in Quarantäne geschickt, meiden Restaurants, fahren nicht mehr in Ferien und kaufen keine Kinokarten.

Erst kürzlich senkte die Beratungsfirma Oxford Economics ihre Prognose für das Weltwirtschaftswachstum um 0,5 Basispunkte auf zwei Prozent für dieses Jahr. „Wir stehen am Rande einer Weltrezession“, fasst Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, die Zahlen zusammen.

Wie dramatisch sich die Entwicklung noch zuspitzt, hängt jetzt stark davon ab, wie schnell sich medizinische Erfolge im Kampf gegen das Virus abzeichnen. Wie rasch fallen die Infektionsraten? Wird bald ein Impfstoff gefunden?
In der Zwischenzeit stellt sich die Frage, ob der Börsenabsturz nicht eine Kette von Finanzreaktionen auslösen könnte – eine Art Dominoeffekt wie 2008, als sich verschiedene negative Effekte gegenseitig verstärkten und eine Schneise der Verwüstung durch die globalen Finanzmärkte schlugen.

Die entscheidende Schwachstelle der Weltwirtschaft liegt in der hohen Verschuldung begründet. Nach Jahren mit Niedrigzinsen sind die roten Zahlen in nie gekannte Dimension gestiegen.

Die Höhe der Schulden allein sagt aber noch wenig über die Gefahr aus, die von ihnen ausgeht. Es kommt auf die Qualität des Schuldners an, so wie 2008 – als sogenannte Subprime oder von der Bonität minderwertige Hypotheken in den USA das Weltfinanzsystem herausforderten.

Hohe Ausfälle werden die Banken belasten, das steht schon jetzt fest. Können die Institute die neuerliche Krise aushalten?

1. Die Banken sind stabiler

Die Finanzwelt ist zurück im Krisenmodus. Für viele Veteranen fühlt sich das inzwischen an wie „Lehman reloaded“. „Die Angst ist da, und sie ist sehr real“, sagt ein deutscher Spitzenbanker. „Krisen haben ihre eigene Dynamik, die kaum vorhersehbar ist“, warnt Hans-Peter Burghof, Bankenprofessor an der Uni Hohenheim.

Auch in Aufseherkreisen ist von „großen Sorgen“ die Rede. Die Furcht wächst. Noch fragen Kontrolleure bei den Banken nicht flächendeckend die Risikokennziffern ab. Noch genügt es ihnen, sich bei einigen Banken mindestens wöchentlich über die Liquiditätssituation und mögliche Kreditausfälle zu informieren. Das betreffe in Deutschland bereits eine mittlere zweistellige Zahl an Instituten, große wie kleine, heißt es aus Finanzkreisen.

Am Freitag treffen sich im Bundesfinanzministerium Topmanager der Deutschen Bank, der Commerzbank, der deutschen Unicredit-Tochter HVB, der staatlichen Förderbank KfW sowie der Verbände von Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken zum Coronagipfel. Sie wollen darüber reden, wie die Banken Unternehmen und Privatkunden helfen können, die durch Corona in Not geraten sind. Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt wird sein, wie Politik und Aufseher verhindern können, dass die Banken selbst in Not geraten.

Auch wenn die Banken nicht wie 2008 die Schuld an der Misere tragen, sondern selbst zu den Leidtragenden gehören, ändert das nichts an der wachsenden Sorge um die Stabilität des Finanzsystems. In welche Richtung es beim Krisengipfel im Finanzministerium gehen könnte, hat sich bereits am Donnerstag gezeigt.

Es war ein historischer Tag, als sich Notenbanker und Bankenaufseher zu einer konzertierten Aktion verabredeten. Die Europäische Bankenaufsicht Eba verzichtet auf ihren geplanten Stresstest. Wozu auch einen Test durchführen, wenn der Stress nun ganz real ist?

Außerdem räumen die Aufseher der EZB den Banken eine Reihe von Erleichterungen ein. Die Geldhäuser können die in guten Zeiten aufgebauten Kapital- und Liquiditätspuffer voll nutzen. Zudem können künftig auch Kapitalinstrumente, die bisher nicht als Kernkapital anerkannt werden, zur Erfüllung von Kapitalvorgaben genutzt werden. Außerdem sollen die nationalen Aufseher den sogenannten antizyklischen Kapitalpuffer aufweichen.

Diese Maßnahmen bedeuteten eine erhebliche Kapitalentlastung für die Banken. Außerdem deutet die EZB an, dass sie flexibel reagieren wird, wenn Banken Kreditbedingungen für unverschuldet in Not geratene Kreditnehmer aufweichen wollen. „Die Banken müssen in der Lage sein, Haushalte und Unternehmen, die sich vorübergehend in Schwierigkeiten befinden, weiter zu finanzieren“, betonte der oberste Bankenkontrolleur der Notenbank, Andrea Enria.

Dafür erhält die EZB viel Lob von den Banken. Marija Kolak, Chefin des Verbands der Genossenschaftsbanken, lässt sich sogar dazu hinreißen von einer „weisen Entscheidung“ zu sprechen, und die Sparkassen räumen ein, dass die Notenbank „schonend“ mit den Banken umgeht.

So viel Einigkeit könnte ein gutes Vorzeichen für den Krisengipfel im Finanzministerium sein. Auch dort dürfte das Thema Regulierung auf der Agenda stehen. Rückendeckung bekommen die Geldhäuser von Ökonom Hans-Peter Burghof: Er fürchtet, dass die Regulatoren die Banken auf die falsche Krise vorbereitet haben.

Statt mit einer Wiederholung der Finanzkrise müssen die Geldhäuser nun mit einem exogenen Schock fertig werden: „Leider ist das Finanzsystem durch ein Übermaß von Regulierung nicht sicherer, sondern angreifbarer geworden“, meint Burghof.

Ex-Bundesbanker Dombret versucht unterdessen, nach der Aufregung der vergangenen Tage zu beruhigen: „Die deutschen Banken mögen unter einer schwachen Börsenbewertung und einer schwachen Ertragslage leiden, aber sie sind solide kapitalisiert, und darauf kommt es im Moment an.“

Tatsächlich gehen nicht nur die heimischen Banken sehr viel robuster in die Coronakrise als 2008. Damals lag die Eigenkapitalquote der Deutschen Bank bei sieben Prozent, heute sind es 13,6 Prozent. Die Commerzbank stärkte ihre Kapitalpuffer von 5,4 Prozent auf 13,4 Prozent. In Europa kommen die größten Banken nach Daten der Ratingagentur Moody’s derzeit im Schnitt auf eine Eigenkapitalquote von knapp 14 Prozent.

Auch die Qualität der Kreditbücher hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Das Verhältnis von faulen Darlehen zu allen Ausleihungen sank in der EU bis zum Herbst 2019 auf 2,9 Prozent, Ende 2018 lag die Kennzahl noch bei 3,2 Prozent.

Und doch fühlen sich viele europäische Banken alles andere als stark. „Jetzt passiert genau das, was ich befürchtet habe: Wir laufen geschwächt in eine neue Krise“, sagt ein deutscher Spitzenbanker voraus.

Die Kapitalquoten mögen robust sein, die Gewinne sind es nicht. Deutsche Bank und Commerzbank stecken mitten in schmerzhaften Umbauten, die Finanzpläne beider Institute sind auf Kante genäht, Rückschläge nicht vorgesehen. Bei der Deutschen Bank türmen sich die Sanierungskosten so hoch, dass 2019 unter dem Strich ein Verlust von 5,7 Milliarden Euro stand.

Die Widerstandkraft vieler europäischer Banken ist geschwächt, durch das Coronavirus kommen neue Belastungen auf die Institute zu. Die Pandemie wird die Einnahmen drücken, weil sich die Kunden zurückhalten, egal ob es um das Geschäft mit Unternehmen, Privatkunden oder um das Asset- und Wealthmanagement geht.

Außerdem drohen Kreditausfälle, wenn Unternehmen in wirtschaftliche Probleme geraten. Das ist die größte Sorge der Aufseher. Hinzu kommt, dass die Zinsen wahrscheinlich noch länger niedrig bleiben werden. Die Margen der Banken werden also noch stärker als bislang unter Druck geraten.

Auf diese Gefahren reagiert ein wichtiges Stressbarometer der Branche: der Markt für Kreditausfallversicherungen. Mit sogenannten Credit Default Swaps (CDS) können sich Investoren gegen einen Zahlungsausfall absichern. In dieser Woche schoss der iTraxx-Index für die CDS-Prämien für Anleihen und Kredite europäischer Banken um mehr als einen halben Prozentpunkt auf 1,5 Prozent in die Höhe. Das ist ein enormer Sprung. Eine CDS-Prämie von 1,5 Prozent bedeutet, dass Investoren, die sich vor einem Zahlungsausfall der Banken schützen wollen, dafür jedes Jahr 1,5 Prozent als Versicherungssumme zahlen.

Besonders hart traf es die italienischen Banken, bei Unicredit und Intesa Sanpaolo kletterten die CDS-Prämien bis auf 1,9 Prozent. Die italienischen Banken gelten damit als besonders gefährdet. Nicht nur weil inzwischen das ganze Land Corona-Sperrzone ist, sondern auch weil die Geldhäuser einen Berg von faulen Krediten vor sich herschieben. Im Herbst 2019 waren nach Daten der EZB 7,3 Prozent aller von italienischen Banken vergebenen Darlehen notleidend, mehr als doppelt so viel wie im EU-Durchschnitt.

Auch der Deutschen Bank schlägt das Misstrauen der Investoren entgegen. Vor Ausbruch der Krise waren die CDS-Prämien noch deutlich gefallen. Doch seit Mitte Februar schnellten die Prämien von um die 0,8 Prozent auf 1,2 Prozent hoch. Das sind weit mehr als abstrakte Größen.

Hohe CDS-Spreads können zu steigenden Refinanzierungskosten führen, viele Kunden orientieren sich an diesem Maßstab, wenn sie entscheiden, mit welcher Bank sie welche Geschäfte machen. Trotz aller Turbulenzen sendet der CDS-Markt auch eine beruhigende Nachricht. Nach der Lehman-Insolvenz explodierten die Risikoprämien auf 3,6 Prozent und lagen damit fast dreimal so hoch wie heute.

Solche Durchschnittszahlen sollten allerdings nicht als Entwarnung gewertet werden, betonen die Experten der Ratingagentur Scope. Wie hart die Krise die einzelnen Geldhäuser treffen wird, „hängt entscheidend, davon ab, von welchem Punkt aus sie starten“, meint Marco Troiano, verantwortlich für die Finanzbranche bei Scope. „Das Coronavirus ist eine zusätzliche Herausforderung für europäische Banken, die bereits heute unter schwachen Erträgen und einer geringen Profitabilität leiden.“

Und: „Deutsche Banken sind wegen ihrer geringen Profitabilität besonders verwundbar, wenn es zu einem Anstieg der Risikovorsorge kommt, die in den zurückliegenden Quartalen nahe null war.“ Die deutsche Industrie gehe bereits geschwächt in die Krise und werde wegen des rückläufigen Welthandels noch stärker unter Druck geraten. Folglich sei hierzulande die Gefahr von Kreditausfällen und damit das Rückschlagpotenzial für die Banken besonders groß.

2. Notenbanken helfen

Christine Lagarde steht schneller als erwartet vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe als Präsidentin der EZB. In den vergangenen Tagen forderte die Französin immer wieder von den Regierungen eine „ehrgeizige und koordinierte“ Reaktion auf die Krise. Ihre eigenen Vorstellungen in der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung am Donnerstag wirkten aber alles andere als überzeugend, was auch an dem beschleunigten Absturz der Aktienkurse abzulesen war.

Zum einen verzichtete die EZB auf eine Zinssenkung. Zwar hatten viele Ökonomen im Vorfeld darauf hingewiesen, dass mit den Zinsen nichts Sinnvolles auszurichten sei, aber die Märkte hatten trotzdem mit einer Absenkung um 0,1 Prozentpunkte gerechnet.

Zum anderen fiel negativ auf, dass Lagarde bei der Frage nach möglichen Hilfen für Italien sagte: „Wir werden unsere Mittel flexibel einsetzen, aber unsere Aufgabe ist nicht, Risikoaufschläge zu senken.“ Frederik Ducrozet von der Schweizer Bank Pictet twitterte: „Das wird einen riesigen Rückschlag geben. Das ist das Gegenteil von ,Whatever it takes‘.“ Mario Draghi hatte mit dieser Formel 2012 angedeutet, dass die EZB alles tun werde, um gefährdeten Euro-Ländern zu helfen.

Wie erwartet werden bestehende Kreditprogramme für die Geschäftsbanken ausgeweitet. Aber die Konditionen dafür werden erst ab Juni gesenkt, auf im günstigsten Fall minus 0,75 Prozent – für Kredite, die speziell kleineren und mittleren Unternehmen zugutekommen sollen. Dieser Schritt könnte vor allem italienischen Banken helfen, die bisher häufig an Grenzen gestoßen sind. Zusätzlich soll es weitere Erleichterungen geben, etwa bei der Wahl von Sicherheiten, die die Banken bei der EZB einreichen können.

Außerdem will die EZB bis Ende des Jahres für 120 Milliarden Euro zusätzlich Anleihen kaufen. Dabei ließ Lagarde viele Details offen, deutete aber an, dass ein relativ großer Anteil davon auf Unternehmensbonds entfallen könnte. Außerdem sagte sie immer wieder: „Das Programm kann flexibel eingesetzt werden.“

Das heißt: Die Käufe werden getätigt, wenn es nötig erscheint, und nicht unbedingt mit festen Raten pro Monat. Am Ende sollte die Aufteilung der Käufe nach dem Kapitalschlüssel der EZB, also nach Bevölkerung und wirtschaftlicher Größe der einzelnen Länder, erreicht werden. Offenbar hat die EZB aber nicht darüber diskutiert, Regeln zur Beschränkung der Käufe einzelner Länder aufzuweichen.

Die Maßnahmen wurden von den Investoren nicht positiv bewertet: Der Dax sackte nach der Ankündigung um bis zu vier Prozent ab. Auch die Zinssenkung der Fed kam vergangene Woche an der Börse nicht gut an. Ökonomen kritisieren die außerplanmäßige Zinssenkung. Aus ihrer Sicht hat die Fed die Panik an den Märkten verstärkt. Historisch hat die Fed selten außerplanmäßig die Zinsen gesenkt, in den vergangenen 25 Jahren nur insgesamt neun Mal. An den Märkten wurde der Schritt offenbar so aufgefasst, dass die Lage besonders ernst ist, die Börsenkurse fielen.

Inzwischen hat die Fed bereits weitere Schritte unternommen. So hat sie in dieser Woche das Volumen für sogenannte Repos, also kurzfristige Finanzierungsgeschäfte für die Banken, deutlich ausgeweitet. In diesem Segment hatte es während der Finanzkrise Probleme gegeben. Außerdem verzichtet die Notenbank auf die Rückführung ihrer Käufe von kurzfristigen Staatsanleihen, die sie eigentlich in Aussicht gestellt hatte.

Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass die Fed in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter nachlegen wird. Commerzbank-Experte Bernd Weidensteiner rechnet damit, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung am 17. und 18. März die Zinsen um weitere 0,5 Prozentpunkte senken wird. Damit wäre sie nicht mehr weit von dem Tiefpunkt während der Finanzkrise entfernt, als die Zinsen bei null bis 0,25 Prozent lagen.

Der Devisenchef der US-Großbank Citi, Ebrahim Rahbari, hält auch eine Wiederaufnahme groß angelegter Anleihekäufe (QE) für möglich. In der Finanzkrise hatte die Fed zeitweise für monatlich 85 Milliarden US-Dollar amerikanische Staatsanleihen gekauft, um die langfristigen Zinsen zu senken.

Im Vergleich zur Finanzkrise sind heute allerdings die Renditen für US-Staatspapiere deutlich niedriger. Die Frage ist also, ob sie damit noch ähnlich viel bewirken kann. Als weitere Option sieht Rahbari den gezielten Kauf bestimmter Wertpapiere, wie etwa von hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS). Allerdings sind der Fed hier Grenzen gesetzt, sie darf derzeit keine Unternehmensanleihen oder Aktien kaufen.

3. Die Politik wird aktiv

Am Dienstagnachmittag brach Angela Merkel ihr Schweigen – allerdings zunächst nur hinter verschlossenen Türen. Im Raum der Unionsfraktion, auf der vierten Ebene im Reichstagsgebäude, schilderte die Bundeskanzlerin ihre Einschätzung zur Coronakrise. Die Lage sei ernst, sagte Merkel nach Teilnehmerangaben. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung könnten sich mit dem Virus infizieren. Und auch die wirtschaftlichen Auswirkungen seien gewaltig.

Die Kanzlerin berichtete vom Hotel Interconti, das keine Übernachtungen mehr bekomme. Auch für Messen und Veranstalter sei die Lage schwierig. Und andere Unternehmen würden leiden, weil ihre Lieferketten unterbrochen seien. Ein Konjunkturprogramm brauche man aber nicht, sondern Kurzarbeit und Liquiditätshilfen.

Einen Tag später ging Merkel dann an die Öffentlichkeit. Für Freitag ist im Kanzleramt ein Treffen mit der deutschen Wirtschaft geplant. SPD-Finanzminister Olaf Scholz und CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier wollen Vorschläge vorlegen, wie Unternehmen mit Liquiditätshilfen vor Insolvenzen geschützt werden können.

An entsprechenden möglichen Maßnahmen wird schon länger gearbeitet. Sowohl im Finanz- wie Wirtschaftsministerium stellt man einen „Notfall-Werkzeugkasten“ zusammen, wie es in Regierungskreisen heißt. Je nach Verlauf der Krise will man sich daraus bedienen.

Allerdings wächst die Kritik, die Bundesregierung gehe zu zögerlich vor. So stellten sieben führende deutsche Ökonomen am Mittwoch einen Notfallplan vor. Der sieht unter anderem den Verzicht auf einen ausgeglichenen Haushalt vor, um genügen finanziellen Spielraum zu haben, eine Wirtschaftskrise einzudämmen.

Die Experten fordern unter anderem Steuerstundungen und vorübergehende Steuersenkungen. Im Notfall halten sie auch einen Rettungsfonds für denkbar, mit dem sich der Staat an Unternehmen beteiligen könnte – ähnlich wie einst bei der Finanzkrise an Banken.

Zwar lobt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung, schränkt aber ein, „die nun angekündigten zusätzlichen Investitionen von 12,4 Milliarden Euro für drei Jahre können nur der Beginn sein“. Neben kurzfristigen Liquiditäts- und Kredithilfen auch für größere mittelständische Unternehmen fordert der BDI in seinem Brief bereits eine ganze Reihe von steuerpolitischen Maßnahmen ein.

„Der deutschen Industrie droht die längste Rezession seit der Wiedervereinigung. Die Industrieproduktion ging bereits das sechste Quartal in Folge zurück“, heißt es in einem Brandbrief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Der Brief liegt dem Handelsblatt vor.

So soll die Bundesregierung fällige Steuerzahlungen zinsfrei stunden, insbesondere Vorauszahlungen von Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer. Außerdem plädiert der BDI für eine Lockerung der Bedingungen der Hermes-Bürgschaften und für das KfW-Programm.

In der Bundesregierung, so glauben inzwischen auch viele Bundestagsabgeordnete, hat man den Weckruf nicht gehört. „Uns wird es härter treffen als in der Finanzkrise 2008/2009. Die Rezession wird tiefer ausfallen“, sagt etwa CDU-Politiker Carsten Linnemann.

Dessen Aussagen sind durchaus beachtenswert. Er ist Chef des Wirtschaftsflügels der Union, seine Aussagen beruhen auf den Rückmeldungen, die er von seinen Mitgliedsunternehmen bekommt. Und deren Einschätzung sei glasklar. „Die Lage ist dramatisch“, so Linnemann.

Die Immer-mit-der-Ruhe-Politik trifft auch bei der Opposition auf Unverständnis. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter fordert von der Bundesregierung ein konsequenteres Vorgehen. Erforderlich seien „schnelle Liquiditätshilfen, um die Zahlungsfähigkeit von Betrieben aufrechtzuerhalten“, sagte Hofreiter dem Handelsblatt. „Dazu gehören generelle Steuerstundungen, die Herabsetzung der Steuervorauszahlung und der Verzicht auf Stundungszinsen.“

Die Grünen-Abgeordnete Claudia Müller, zugleich Mittelstandsbeirätin des Wirtschaftsministeriums, appelliert in einem Brief an Altmaier, zusätzliche Hilfsmaßnahmen zu beschließen. Sie fordert die „Stundung von Steuerzahlungen und Sozialbeiträgen“ für kleine und mittlere Unternehmen. Zudem müssten die Liquiditätshilfen, die die Bundesregierung der Wirtschaft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung stellt, verbessert werden.

Gleichzeitig sollte die Übernahme des Ausfallrisikos „deutlich heraufgesetzt werden“, auf bis zu 90 Prozent schlägt Müller vor. Darüber hinaus fordert sie einen Corona-Nothilfe-Fonds. Insbesondere kleine Unternehmen könnten so „schnell und unbürokratisch Hilfen“ erhalten.

Nicht nur in Deutschland wachte die Politik erst spät auf. Auch in den USA dauerte es seine Zeit. Am vergangenen Mittwoch traf sich Trump mit den Chefs der amerikanischen Großbanken im Weißen Haus. Am Abend, erneut waren die Börsen eingebrochen, wandte sich Trump in einer Fernsehansprache an seine Landsleute. Er saß am schweren Schreibtisch im Oval Office, dem „resolute desk“, an dem US-Präsidenten so oft sitzen, wenn sie die Amerikaner auf Krisen oder Kriege einstimmen wollen.

Trump sprach von einem „ausländischen Virus“. Abschottung soll Amerika jetzt retten. „Die EU hat es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie die USA zu treffen und Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken“, kritisierte Trump. In seiner Ansprache klang es so, als sei auch die Container-Schifffahrt von der Grenzschließung betroffen. Ob das aber wirklich gemeint war, ist fraglich. In der Verwaltungsanordnung, die Trump in Kraft gesetzt hat, richtet sich der Einreisestopp nur gegen Personen.

Irgendwann werde Trump mit einer Krise konfrontiert, die er nicht selbst heraufbeschworen hat, haben Politikexperten in Washington in den vergangenen Jahren immer wieder gewarnt. Dieser Moment ist nun eingetreten – und der Präsident scheint der Lage nicht gewachsen zu sein. Der Spitzenökonom Olivier Blanchard twitterte: Der Einreisestopp für Europäer ist „ein Versuch, die Stalltüren zu schließen, nachdem die Pferde schon davongestürmt sind“.

4. Keine Panik an Kreditmärkten

Alle Fans von Warren Buffett kennen seinen Ausspruch: „Nur wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt.“ Was die Investorenlegende damit meint: Wer zu viele Schulden hat und Risiken aufgenommen hat, steht in einer Krise besonders schlecht da. Buffett sagte das 1992, als der Hurrikan Andrew durch die USA fegte und einige Versicherungsunternehmen bilanziell hart erwischte, auch und vor allem weil sie nicht genügend abgesichert waren.

Diesmal ist es kein Hurrikan, sondern das Coronavirus. Es gibt allerorten Stornierungen und Absagen, Einnahmen brechen weg. Selbstständige ringen um die Existenz, Menschen werden arbeitslos, Staaten geraten in Schwierigkeiten. Wie groß die Gefahr ist, zeigt die Bankenvereinigung Institut of International Finance. Derzeit belaufen sich die Schulden von Regierungen, Unternehmen oder Haushalten weltweit auf 253 Billionen Dollar, gut doppelt so viel wie 2006.

Neben den USA macht China die meisten Schulden. Nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) lag die Verschuldung der Unternehmen im Jahr 2018 bei etwa 152 Prozent von Chinas Wirtschaftsleistung. Im zweiten Quartal 2019 lag die Bruttoverschuldung Chinas – also die Schulden von Staat, privaten Haushalten und Unternehmen zusammen – im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei 261 Prozent. Die Ratingagentur DBRS Morningstar schätzt, dass allein Chinas Staatsschuldenquote bis 2024 auf 76,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts steigen wird.

Auch die US-Regierung gibt das Geld relativ freihändig aus. In diesem Jahr erreicht das Haushaltsdefizit in den USA die Billionengrenze. Die öffentlichen Schulden nähern sich laut Prognose von Rechnungsprüfern 81 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), dem Doppelten des Durchschnitts der vergangenen fünfzig Jahre.

US-Firmen sitzen auf insgesamt fast zehn Billionen Dollar Schulden, mehr als doppelt so viel wie vor 20 Jahren. Ein Viertel davon entfällt laut Standard & Poor’s auf bonitätsschwache Firmen. Beispiel Fracking: Die amerikanische Ölindustrie nahm hohe Schulden auf, um Erdöl und Erdgas aus Schieferstein zu pressen. Derzeit gibt es US-Energieanleihen im Wert von 936 Milliarden Dollar, davon gelten 110 Milliarden Dollar als „distressed“, als notleidend, weil die Firmen nicht genügend Cashflow oder Barreserven haben, um sie zurückzuzahlen.

Grund ist der stark gefallende Ölpreis. Die meisten amerikanischen Energieproduzenten können mit einem Preis von rund 31 Dollar das Barrel nicht mehr schwarze Zahlen schreiben. „Der Verfall der Ölpreise könnte zu einem Ausverkauf bei Hochzinsanleihen aus dem Energiesektor führen“, befürchtet Lydia Boussour, Volkswirtin beim Analysehaus Oxford Economics. „Eine Welle von Herabstufungen und Pleiten könnte sich auch auf andere Segmente des Unternehmensanleihemarktes ausbreiten“, warnt sie.

Eine Befürchtung, die auch die Ratingagentur Moody’s teilt. Die Agentur hat ihre Prognose der globalen Ausfallrate für Anleihen Mitte der Woche leicht angehoben. Bereits heute ist die Ausfallrate von Hochzinsanleihen Moody’s zufolge in den USA doppelt so hoch wie in Europa.

Die hohe Verschuldung, die angesichts fallender Ölpreise einigen US-Unternehmen zum Verhängnis werden könnte, beunruhigt auch Dekabank-Volkswirt Kater. „Das ist für mich die Sollbruchstelle der US-Wirtschaft.“ Eine Welle von Unternehmenspleiten, könnte noch nachwirken, selbst wenn das Virus längst abgeklungen ist.

„Wenn sich nach dem Gesundheitssystem nun das Finanzsystem ansteckt, wäre das der Sargnagel für die Weltkonjunktur.“ Was in der Finanzkrise die Hypotheken von bonitätsschwachen Gläubigern waren, könnten heute „Collateralized Loan Obligations“ oder CLO sein. Das sind Verbriefungen, die durch besicherte Kredite gedeckt sind – zumeist an hochverschuldete Unternehmen – und hohe Zinsen einbringen. In den vergangenen Jahren waren sie sehr begehrt bei den Anlegern, auf CLO entfällt der größte Anteil der gehebelten Kredite (leveraged loans) in den USA im Gesamtwert von 1,2 Billionen Dollar.

Bislang gab es noch keinen größeren Grund zur Sorge. Die Kreditmärkte stehen zwar unter Druck, die Verkaufsorders schnellen nach oben, die „Spreads“ von Anleihen steigen, und der Handel wird schwieriger. Es gibt aber noch keine ernsthaften Risse. Die Kreditausfälle steigen zwar, kommen aber von einem sehr niedrigen Niveau, lagen vor der Krise ungefähr bei einem Prozent.

Die Investmentbank UBS baut drei Szenarien auf: Wenn nur stark vom Coronavirus betroffene Branchen wie Tourismus oder Fluggesellschaften in eine Rezession rutschen, steigt die Ausfallrate auf sieben Prozent. Kommt es zu einer „vollständigen Rezession“, liegt sie bei elf Prozent, in einer „ernsthaften Rezession“ bei 14 Prozent – ein Ausfall von rund 240 Milliarden Dollar.

„Einige Kredite werden es nicht schaffen“, sagt Richard Farley, Experte für Leveraged Loans bei der Kanzlei Kramer Levin Naftalis & Frankel, „aber keine systemischen Auswirkungen haben.“ Sicherlich, so Farley, seien Banken betroffen, aber: „Nicht in einem Maße wie 2008.“ Viele Schuldner seien sogenannte Nichtbanken wie Hedgefonds oder Versicherungen.

5. Rezession ist unvermeidbar

Nur ein paar Blocks vom Weißen Haus entfernt spielen die Experten des Internationalen Währungsfonds Katastrophenpläne durch. Von der Erwartung, das Virus werde nur eine kurzzeitige Disruption der Weltwirtschaft bedeuten, ist der IWF abgerückt. Mit einem V-förmigen Krisenverlauf, bei dem die Konjunktur nach einem schnellen Einbruch ebenso schnell wieder zu Kräften kommt, rechnet kaum noch jemand.

„Die gute Nachricht ist, dass das Finanzsystem widerstandsfähiger ist als vor der globalen Finanzkrise“, versucht IWF-Chefin Kristalina Georgieva zu beruhigen. „Frühzeitiges und effektives Handeln“ sei nun gefragt.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel ist in seiner jüngsten Prognose etwas zuversichtlicher. Zwar würde das Wirtschaftswachstum Deutschlands im zweiten Quartal um ein Prozent einbrechen, um dann aber im dritten und vierten Quartal wieder nach oben zu schnellen. Das wäre „eine Rezession im Zeitraffer“, wie es IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths ausdrückt. Seine Hauptannahme: Die Pandemie flaut Mitte des Jahres ab. Aber er selbst schränkt ein: „Die Prognose unterliegt einer erheblichen Unsicherheit.“

Ein Pluspunkt für die Wirtschaft ist der schwache Ölpreis. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, schätzt, dass ein Fall der Ölpreise in diesem Umfang das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Weltwirtschaft um 0,4 Prozent anhebt. Allerdings verteilt sich der Zuwachs der Wirtschaftsleistung auf rund zwei Jahre, schränkt Kater ein. Und: „Diese Effekte stellen sich nur ein, wenn die Ölpreisreduktion dauerhaft ist.“

Kater zufolge muss die Preisschwäche mindestens drei Monate anhalten, um seine volle Wirkung entfalten. „Allerdings kann der Effekt vom zeitlichen Profil und von der Größenordnung das konjunkturelle Corona-Desaster in keiner Weise ausgleichen“, sagt Kater.

Klar ist: Eine Rezession ist unvermeidlich. Die Zeiten sind finster, aber es gibt gute Gründe zu hoffen, dass Wirtschaft und Finanzmärkte die Krise mithilfe der Regierungen und Notenbanken meistern. Wie sagte Schriftsteller Max Frisch: „Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Alles andere ist auch schlicht undenkbar.

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