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Australiens Premier besucht Überschwemmungsgebiete rund um Sydney

SYDNEY (dpa-AFX) - Die verheerenden Überschwemmungen an Australiens Ostküste weiten sich aus. Nach neuem Starkregen ist nun auch die für ihren Weinanbau berühmte Hunter-Region nördlich von Sydney betroffen. Premierminister Anthony Albanese reiste am Mittwoch ins Hochwassergebiet und versprach den Menschen umgehende finanzielle Unterstützung.

Bereits ab Donnerstag sollen Betroffene 1000 australische Dollar (663 Euro) für Erwachsene und 400 australische Dollar (265 Euro) für Kinder als Soforthilfe bekommen. "Dies ist die schnellste Zahlung, die jemals genehmigt wurde", erklärte der Labor-Chef, der erst seit Mai im Amt ist.

Für seine Regierung sind die Überschwemmungen die erste große Bewährungsprobe. Albanese hatte im Wahlkampf versprochen, die Klimakrise anzugehen, unter der Australien ganz besonders leidet. Die konservative Vorgängerregierung von Kohle-Befürworter Scott Morrison stand wegen ihrer passiven Haltung immer wieder schwer in der Kritik.

Im Parlament soll nun über langfristige Lösungen für die immer wieder von Fluten und Buschbränden betroffenen Regionen an der Ostküste beraten werden. "Es ist herzzerreißend, dass dies für viele Menschen das dritte oder vierte Mal in 18 Monaten ist, dass ihr Leben durch eine Naturkatastrophe dieser Größenordnung beeinträchtigt wird", sagte Albanese. "In den vergangenen Jahren wurde unsere Belastbarkeit immer wieder auf die Probe gestellt." Es sei Zeit zu handeln.

Insgesamt gab es bis Mittwoch Evakuierungsanordnungen und -warnungen für 85 000 Menschen, wie die Regionalregierung von New South Wales mitteilte. Bereits am Dienstag hatten die Behörden die Überschwemmungen zur Naturkatastrophe erklärt, um schneller Notgelder freimachen zu können. Rund um die Millionenmetropole Sydney war Meteorologen zufolge in nur vier Tagen mehr Niederschlag gefallen als etwa in London in einem ganzen Jahr.

Verantwortlich für die Regenmassen ist ein mächtiges Tiefdruckgebiet zwischen Australiens Ostküste und der Nordinsel Neuseelands, das feuchte Luft und schwere Wellen an die Küste von New South Wales treibt. Erst im März hatte es in Sydney und weiten Teilen von New South Wales und Queensland schlimme Überschwemmungen gegeben./cfn/DP/zb

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