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Astra schafft nicht mal die Hälfte des Impfstoffs für die EU

Chiara Albanese, Suzi Ring und Morten Buttler
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- AstraZeneca Plc wird im zweiten Quartal weniger als die Hälfte der erwarteten Covid-19-Impfdosen an die Europäische Union liefern. Die Problemserie des Arzneimittelherstellers bei der für die EU bestimmten Produktion reißt offenbar nicht ab.

So wird der Pharmakonzern im Quartal zum 30. Juni nur etwa 76 Millionen der geplanten 180 Millionen Dosen liefern. Dies geht aus Lieferprognosen für einen Mitgliedsstaat hervor, die Bloomberg auf Grundlage des Verteilschlüssels der Europäischen Kommission hochgerechnet hat.

Astra warnte letzten Monat vor einem Teilausfall bei der Lieferung aufgrund von Produktionsproblemen an den EU-Standorten. Allerdings wollte der Konzern versuchen, diesen Ausfall durch andere Produktionsstätten auszugleichen, zum Beispiel in den USA. Diese Bemühungen haben nun offenbar nicht gefruchtet, nicht zuletzt wegen des sich ausbreitenden Protektionismus, sagte eine Person mit Kenntnis der Situation.

Ein Sprecher von Astra lehnte eine Stellungnahme ab.

“Wir müssen dafür sorgen, dass es mehr Produktion in Europa, in Deutschland gibt,” sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in den Tagesthemen. Das gelte auch für die Produktion der Vakzine von Astra und von Johnson & Johnson, welches am Donnerstag von der EU freigegeben wurde.

Zu den Lieferproblemen von Astra kommt nun auch, dass einige europäische Länder, darunter Dänemark, Italien und Norwegen, am Donnerstag die Verimpfung des Vakzins aussetzten, nachdem es vereinzelt Meldungen von Gerinnungsstörungen gegeben hatte.

Die EU rechnet im zweiten Quartal mit fast 400 Millionen Impfstoffdosen, die meisten davon von Pfizer Inc. und BioNTech SE. Weitere 640 Millionen Dosen stehen für das dritte Quartal an. Die Kommission hat versprochen, bis Ende September 70% der Erwachsenen in der Europäischen Union zu immunisieren.

Die Kommission hatte EU-Diplomaten diese Woche gewarnt, dass die Lieferung des von Astra und der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs ein Problem bleibe. Astra hat seinen Lieferplan mehrmals überarbeitet und will im ersten Quartal nun 40 Millionen Dosen statt der geplanten 100 Millionen liefern.

Überschrift des Artikels im Original:Astra May Deliver Less Than Half the Vaccines EU Expects by June

(Neu: Gesundheitsminister Spahn, Impfstopp in EU-Ländern.)

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