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Asthmaspray Budesonid: Studie zeigt, wie wirksam es auch bei Corona-Patienten ist

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.
Symbolbild.
Symbolbild.

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Wissenschaftler der Universitätsklinik Oxford schreiben in einer Studie, sie hätten „eine einfache, sichere, gut untersuchte, kostengünstige und weit verbreitete Behandlung“ gefunden, um Covid-19-Symptome zu lindern. Die Arznei, um die es sich dreht, heißt Budesonid und wurde von den Forschern in Form eines Kortisonsprays verabreicht. Die entsprechende Untersuchung wurde im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht.

Über die Studie der britischen Wissenschaftler berichtet der „Spiegel“. In ihrem Artikel zitiert die Autorin die Studienautoren damit, dass das Kortisonspray das Risiko für einen schweren Verlauf um 90 Prozent reduziere — und selbst bei weniger schlimmen Krankheitsverläufen die Symptome um circa einen Tag verkürzen könne. Die Studie hat zwei Einschränkungen: die relativ kleinen Probandengruppen von je 73 Personen; und das Fehlen einer Placebo-Kontrollgruppe.

Das Präparat lindert Entzündungen

Der Wissenschaftler Sanjay Ramakrishnan und sein Team hatten 146 Covid-Patientinnen und -Patienten mit milden Symptomen einer unterschiedlichen Behandlung unterzogen: Einer Hälfte der Gruppe hatten die Forscherinnen und Forscher „normale“ Schmerzmittel wie Paracetamol verabreicht; die andere Hälfte ließen sie zweimal am Tag zwei Hübe des Kortisonsprays inhalieren. Das Ergebnis: Nur bei einer einzigen Person aus der Budesonid-Spray-Gruppe verschlimmerten sich die Symptome so stark, dass sie ins Krankenhaus musste. In der anderen Gruppe waren es zehn Personen. Im Vergleich mit der Schmerzmittel-Gruppe erholten sich die Budesonid-Testpersonen auch schneller wieder: 14 Tage nach Einsetzen ihrer Symptome hatten nur noch sieben von ihnen Beschwerden, bei den anderen Probandinnen und Probanden waren es 21, heißt es im „Spiegel“-Artikel.

Kortisonpräparate wie das Spray können Entzündungen lindern, Patientinnen und Patienten haben in der Folge weniger Luftnot. Sie haben außerdem nur wenige Nebenwirkungen, heißt es im „Spiegel“ — im Gegensatz zur Einnahme als Tablette oder Infusion. Wie die Autorinnen und Autoren in ihrer Studie schreiben, können „inhalierte Glukokortikoide (auch) eine Verschlimmerung von Asthma durch Virusinfektionen verringern“.

Wenige Nebenwirkungen, kurze Behandlungsdauer

Der SPD-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach ist überzeugt, dass Budesonid ein wirksames Mittel im Kampf gegen schwere Corona-Symptome sein kann. In einem Tweet von Sonntag, dem 11. April, schreibt er unter anderem: „Ich kenne einige Ärzte, die bereits diese Strategie verfolgen. Ich würde dies als Hausarzt auf Grundlage der vorliegenden Daten, ohne Kontraindikation, auch tun.“

https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1381182571703328769

Das Fazit der Forscher wird im Spiegel-Artikel zitiert: Acht Menschen müssten mit Budesonid behandelt werden, um schließlich bei einem einen schweren Verlauf zu verhindern. Betrachte man die wenigen Nebenwirkungen, die kurze Dauer der Behandlung und die geringen Kosten, sei das Kortisonspray ein sehr geeignetes Mittel für die Covid-Behandlung.

jb