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Arbeitgeberpräsident: Deutschland steht vor entscheidenden Wochen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sieht Deutschland in der Corona-Krise vor entscheidenden Wochen und hat vor einer Pleitewelle gewarnt. Er forderte mit Blick auf den wochenlangen Lockdown und das Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch eine Perspektive auf eine Wiedereröffnung. Dulger erklärte am Freitag, natürlich müsse der Gesundheitsschutz der Bevölkerung in einer Pandemie Priorität haben. "Aber es ist aus unserer Sicht unverantwortlich, die Maßnahmen im Prinzip fortzuführen, ohne ein klares und regelbasiertes Ausstiegsszenario aufzuzeigen."

Viele Unternehmen befänden sich nicht nur in einer existenziellen Notlage. "Ihnen fehlt auch jeglicher Planungshorizont - oder besser gesagt: ein Licht am Ende des Tunnels. In einer solchen Situation können sie als verantwortungsvolle Unternehmerin und als verantwortungsvoller Unternehmer nicht ewig eine Insolvenz aufschieben oder Kredite aufnehmen." Sie kämen zwangsläufig an einen Punkt, an dem sie Beschäftigung abbauen müssten.

"Viele Unternehmen haben diesen Punkt bereits erreicht, viele stehen davor", so Dulger. "Woche um Woche verlieren wir auf diese Weise kleine und mittelständische Unternehmen - insbesondere Hotels, Einzelhändler, Gaststätten und andere Dienstleister. Sie alle werden nicht wiederkommen." Die Arbeitgeber wollten einen zeitnahen Austausch mit der Politik über eine Strategie, die die Absenkung von Infektionszahlen und die Absenkung von Insolvenzen verantwortungsvoll miteinander verknüpfe.

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Bei ihren Beratungen am 19. Januar hatten sie beschlossen, den Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis Mitte Februar zu verlängern. Restaurants und Bars, Freizeiteinrichtungen sowie viele Geschäfte bleiben zumindest bis zu diesem Zeitpunkt geschlossen. Bund und Länder hatten aber zugleich vereinbart, dass eine Arbeitsgruppe ein Konzept für eine "sichere und gerechte" Öffnungsstrategie erarbeiten soll.