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„Ein Anzug ist keine Sicherheit mehr“: Eine Styleberaterin erklärt, was den Dresscode Business Casual ausmacht

In den wenigsten Büros gibt es heute noch einen festen Dresscode. - Copyright: Pexels
In den wenigsten Büros gibt es heute noch einen festen Dresscode. - Copyright: Pexels

Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Auch die Kleidung, die wir im Büro tragen. Seitdem das Homeoffice Einzug in den Arbeitsalltag gehalten hat, sind Anzug-Schlips-Kombinationen in vielen Branchen nicht mehr selbstverständlich. Doch das macht die Frage nach dem richtigen Office-Outfit nicht gerade einfacher. Eine sichere Variante: Business-Casual.

Doch was bedeutet dieser Dresscode eigentlich? Im Gespräch mit Business Insider erklärt die Münchener Styleberaterin Nina Stowasser, wie ihr anhand einer einfachen Regel das richtige Business-Casual-Outfit zusammenstellt.

"Business Casual ist das Schwierigste"

Vor dem ersten Tag in einem neuen Job stellen sich einem viele Fragen. Wie sind die neuen Kollegen? Bin ich den Aufgaben gewachsen? Aber auch: Was ziehe ich morgen an? Schließlich ist das Outfit ein wichtiger Faktor für den berühmten ersten Eindruck. Dabei gilt es, weder under- noch overdressed zu erscheinen – kompetent, aber nicht abgehoben zu wirken. Während ein Casual-Look mit Jeans und T-Shirt möglicherweise unprofessionell wirkt, erscheinen Anzug oder Kostüm oftmals eher steif.

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Die Lösung: Ein Business-Casual-Outfit, das Elemente aus beiden Kleiderordnungen vereint. Das ist auch der Look, zudem die Styleberaterin Nina Stowasser rät, wenn es um ein Vorstellungsgespräch geht. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Lena führt sie die "Style Advisor Twins" in München, wo sie unter anderem Farb- und Stilberatungen sowie Personal Shopping anbieten. Allerdings würden gerade in Bezug auf diesen Kleidungsstil viele Unklarheiten bestehen: "Business Casual ist das Schwierigste, weil bei Formal alles über den Dresscode vorgegeben ist und man sich bei Casual gar keine Gedanken machen muss."

Die Zwillingsschwestern Nina und Lena führen zusammen die Styleberatung "Style Advisor Twins" in München. - Copyright: Style Advisor Twins
Die Zwillingsschwestern Nina und Lena führen zusammen die Styleberatung "Style Advisor Twins" in München. - Copyright: Style Advisor Twins

Dabei eignet sich der Look für fast jedes Office. Natürlich gibt es auch heute in manchen Branchen noch Positionen, bei denen ein Business-Formal-Stil – sprich Anzug und Krawatte, Kostüm oder Hosenanzug – erwartet werden. Doch in den meisten Büros gehören solche strengen Kleidervorschriften der Vergangenheit an. Selbst Manager tun laut Nina gut daran, das klassische Business-Outfit ab und an aufzubrechen. Ein Pullover anstelle eines steifen Sakkos kann euch demnach deutlich nahbarer wirken lassen. Ohnehin sei "ein Anzug keine Sicherheit mehr dafür", dass euer Team euch folgt – ihr müsst durch andere Eigenschaften von euch überzeugen. "Das ist für junge und auch erfahrene Manager teilweise eine Herausforderung", so Nina.

Eine Mischung aus Casual und Business Formal

Im Gespräch mit Business Insider erklärt die Styleberaterin ein einfaches Schema, anhand dessen sie auch ihren Kunden den Business-Casual-Stil näher bringt. Ihr zufolge gibt es eine Reihe an Kleidungsstücken, die entweder unter den Casual- oder den Business-Formal-Dresscode fallen. Während T-Shirts und Tops, Strick sowie Jeans zu der Kategorie Casual zählen, sind Hemden, Blusen, Blazer und Stoffhosen klassische Elemente eines Business-Looks. Auch Schuhe – Sneaker oder Leder? – und die Jackenwahl prägen euren Kleidungsstil.

Business-Casual ist eine Kombination aus zwei Kleidungsstilen. - Copyright: Style Advisor Twins
Business-Casual ist eine Kombination aus zwei Kleidungsstilen. - Copyright: Style Advisor Twins

Der Clou besteht in der Kombination. Ihr greift zu zwei Kleidungsstücken aus der linken und einem aus der rechten Spalte – oder umgekehrt. Et voilà: Euer Business-Casual-Look steht. Je nachdem welche Klamotten ihr miteinander kombiniert, könnt ihr dabei dennoch euren individuellen Style zum Ausdruck bringen. Außerdem lässt sich das Outfit auch im Hinblick auf bestimmte Anlässe variieren. Bei einem Außentermin mit einer Bank oder einem internen Meeting mit der IT-Abteilung gelten oftmals andere Standards, erklärt Nina. Den Blazer könne man bei beiden Terminen ruhig anlassen, aber dennoch zwischen Hemd und T-Shirt wechseln.

Dresscodes sind "nicht umsonst da"

Ein Thema, das Nina und ihrer Schwester Lena besonders am Herzen liegt, sind Farben. Während im Business-Stil neutrale und gedeckte Farben wie Grau, Blau oder Beige dominieren, sind bei Business-Casual auch kräftigere Farben gern gesehen. Immerhin, so die Styleberaterin, kann euch eine leuchtende Farbe aus der Masse herausheben. Allerdings müsse man diese Rolle auch füllen können: "Da musst du schon etwas zu sagen haben". Auch bestimmte Muster lassen sich in die beiden Kategorien einordnen. So gehören unruhige und auffällige Muster eher auf die Casual-Seite.

Zudem sollte die Bedeutung von Accessoires nicht vernachlässigt werden. Bei Schmuck gelte im Büro generell "weniger ist mehr" – insbesondere bei Looks, die eher in Richtung Business gehen. "Es gibt diese alte Regel", führt Nina aus, "drei Schmuckteile im Office und nicht mehr". Sonst könne das nämlich auch ablenken. In der Styleberatung bekommt sie außerdem häufig die Frage nach der passenden Frisur für das Büro. Das hänge von Position und Branche ab, erklärt sie dann. Doch ab Schulterlänge sei offenes Haar normalerweise der Casual-Seite zuzuordnen.

Ob im Vorstellungsgespräch, Homeoffice oder Büro – mit Business-Casual könnt ihr in der Regel nicht viel falsch machen. Ein paar Basics wie Blazer und Stoffhose reichen dabei erst einmal vollkommen aus, um diverse bürotaugliche Looks zusammenzustellen. Auch wenn Dresscodes auf viele zunächst abschreckend wirken können, seien sie "nicht umsonst da", so Nina. Vielmehr würden sie eine Richtflanke bieten, anhand der ihr euch im Alltag orientieren könnt.