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Anwohner protestieren mit 'Lärmwelle' gegen Brenner-Nordzulauf

·Lesedauer: 1 Min.

ROSENHEIM (dpa-AFX) - Mit einer "Lärmwelle" haben am Samstag Bürgerinitiativen gegen den geplanten Neubau einer zweigleisigen Bahntrasse durch das bayerische Inntal protestiert. Mit Töpfen, Trillerpfeifen, Trompeten, Kuhglocken und anderen "Instrumenten" wollten die Anwohner einen Vorgeschmack auf den Krach künftig durch die Landschaft rollender Güterzüge geben. "Es ist sehr viel Krach", sagte einer der Veranstalter. Den Organisatoren zufolge beteiligten sich zwischen 4500 und 5000 Menschen an dem Protest entlang der geplanten Trasse von Ostermünchen nach Oberaudorf, die Polizei sprach von gut 2500 Teilnehmern.

Die Lärmwelle ist eine Reaktion auf die Mitteilung der Bahn, die neuen Gleise des sogenannten Brenner-Nordzulaufs östlich von Rosenheim und Inn verlaufen zu lassen. Mit 60 Prozent Tunnel-Anteil auf 54 Kilometern ist es die aufwendigste der zuletzt vier Varianten. Der sogenannte Brenner-Nordzulauf soll die Kapazitäten zum künftigen Brenner Basistunnel erhöhen, an dem in Italien und Österreich gebaut wird. Bürgerinitiativen lehnen einen Neubau ab.