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Antikörper-Cocktail senkt Risiko für symptomatische Covid-19-Erkrankung wohl um 81 Prozent

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Ein Mix aus den Antikörper-Medikamenten Casirivimab und Imdevimab kann wohl das Risiko symptomatischer Corona-Infektionen erheblich verringern. Darauf schließen Daten einer neuen Studie des Schweizer Pharmakonzerns Roche, wie das Unternehmen am Montag in Basel mitteilte.

An der Studie hatten 1.500 Menschen teilgenommen, die mit einem Corona-Infizierten in einem Haushalt zusammenlebten, aber selbst noch nicht positiv getestet worden waren. Ein Teil von ihnen bekam den Antikörpercocktail, ein weiterer ein Placebo. Das Risiko symptomatischer Infektionen konnte demnach bei denjenigen, die bei Studienbeginn nicht infiziert waren, um 81 Prozent reduziert werden.

Bei Patienten, die doch eine symptomatische Erkrankung durchlebten und denen der Antikörper-Cocktail verabreicht wurde, klangen in der Studie demnach die Symptome im Durchschnitt innerhalb einer Woche ab. Bei Teilnehmern in der Placebo-Gruppe habe dies dagegen drei Wochen gedauert. Ernste Nebenwirkungen des Medikamenten-Cocktails seien bislang nicht aufgetreten.

Zusätzlich untersuchte die mehrteilige Studie den Antikörper-Cocktail in einer Kohorte von 204 kürzlich infizierten, asymptomatischen Patienten. Auch sie erhielten entweder eine Dosis Casirivimab und Imdevimab oder ein Placebo. Bei diesen Studienteilnehmern reduzierten die Medikamente das Gesamtrisiko für das Fortschreiten einer symptomatischem COVID-19-Erkrankung immerhin noch um 31 Prozent.

Das von Roche getestete Medikament gehört zu den sogenannten monoklonalen Antikörpern und ist eines der wenigen, die bislang nachweislich das Coronavirus bekämpfen. Noch prüft die europäische Arzneimittelbehörde Ema das Präparat. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte jedoch schon im Januar vor der Zulassung mindestens 200.000 Dosen für Deutschland gesichert.

Die Schweizer Firma Roche ist nicht die Einzige, die an einem solchen Antikörper-Medikament arbeitet. Das Prinzip ist damit immer ähnlich: Forscher nutzen einen natürlichen Antikörper als Vorbild, etwa von einem Corona-Genesenen, entschlüsseln diesen im Labor und bauen ihn anschließend in großen Mengen nach.

Nach dem jetzigen Wissensstand helfen Antikörper-Medikamente allerdings nur, wenn sie möglichst früh eingesetzt werden, da das Medikament darauf abzielt, das Immunsystem bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen und dadurch einen schweren Krankheitsverlauf zu verhindern.

Ob das Medikament Infektionen komplett verhindert, wurde nicht untersucht. Bisher basieren die Ergebnisse allerdings allein auf den Herstellerangaben. Roche verkündete in der Mitteilung, die Ergebnisse bald an die EMA und die US-Arzneimittelbehörde FDA weiterzuleiten.