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Anbieter: Warnsystem Cell Broadcast kann überall eingesetzt werden

BONN (dpa-AFX) -Das Warnsystem Cell Broadcast steht nach Auskunft der drei deutschen Handynetzbetreiber bundesweit zur Verfügung. Man habe die Technologie in allen 26 500 Mobilfunkstationen implementiert und sei bereit, teilte Vodafone GB00BH4HKS39 am Donnerstag mit. Auch die Deutsche Telekom DE0005557508 und Telefónica Deutschland DE000A1J5RX9 mit seiner Marke O2 meldeten Vollzug.

Bei dem System werden Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Funkzelle eingebucht sind - daher der Name "Cell Broadcast". Gewarnt wird zum Beispiel vor einem Großbrand oder vor Hochwasser. Das Handy schrillt dabei laut. Bereits im Dezember hatte es einen bundesweiten Probealarm gegeben.

Anlass für die Einführung von Cell Broadcast war die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz im Sommer 2021 mit mehr als 180 Toten. In anderen EU-Staaten wird Cell Broadcast längst genutzt. Es ist eine Ergänzung anderer Warnkanäle, zum Beispiel Radiodurchsagen oder Sirenen an Gebäuden.

Bei Cell Broadcast muss keine App installiert werden, wie dies bei Nina oder Katwarn der Fall ist. Alle Menschen werden mit der Technologie trotzdem nicht erreicht. Zum einen haben schätzungsweise vier Prozent der Bundesbürger kein Handy. Zum anderen sind Vodafone zufolge etwa ein Viertel der Handys technisch dazu nicht in der Lage.

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Bei dem Warnsystem schrillt auch dann ein Handy laut, wenn es auf stumm geschaltet ist. Ist es hingegen im Flugmodus - etwa wenn jemand schläft und nicht gestört werden will -, so bleibt es stumm und bekommt auch keine Nachricht, da es in dieser Zeit nicht im Netz ist. Bei einem bundesweiten Warntag Anfang Dezember wurde das System erprobt. Damals berichteten einige Bürger allerdings, keine Nachricht bekommen zu haben, obwohl ihr Handy kompatibel gewesen sei.

Die Netzbetreiber waren verpflichtet, Cell Broadcast bis zu diesem Donnerstag überall in Deutschland zu ermöglichen. Diese staatliche Vorgabe haben sie nach eigenem Bekunden nun erfüllt. Die Kosten für den Betrieb des Systems bekommen sie vom Staat zurück.