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Amnesty: 52 Menschen bei regimekritischen Protesten im Iran getötet

BERLIN (dpa-AFX) -Bei den regierungskritischen Protesten im Iran sind nach Angaben von Amnesty International mehr als 50 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden. Hunderte weitere Demonstranten wurden demnach verletzt, wie die Menschenrechtsorganisation am Freitag mitteilte. Iranische Staatsmedien hatten zuvor mehr als 40 Todesopfern gemeldet, Beobachter gehen aber von einer deutlich höheren Opferzahl aus. Die Regierung hatte auch von Toten aufseiten der Sicherheitskräfte gesprochen.

"Amnesty International liegen die Namen von 52 Frauen, Männern und Kindern vor, die von den staatlichen Sicherheitskräften getötet wurden", teilt die Organisation nun mit. Amnesty liege zudem die Kopie eines geleakten Dokuments vor, aus dem hervorgehe, dass das Generalhauptquartier der Streitkräfte schon am 21. September die Kommandeure in allen Provinzen angewiesen habe, mit aller Härte gegen Demonstrierende vorzugehen. Diese seien darin als "Unruhestifter und Revolutionsgegner" bezeichnet worden. Der Befehl belege, dass die Eskalation der Gewalt und der Einsatz scharfer Munition System habe und eine bewusste Strategie der iranischen Führung sei, so die Menschenrechtsorganisation.

Hintergrund der Demonstrationen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich "unislamischen Outfits" festgenommen. Was genau mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau war ins Koma gefallen und am 16. September in einem Krankenhaus gestorben. Seitdem demonstrieren landesweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung und das islamische System.

Amnesty erklärte: "Die Internationale Gemeinschaft muss unverzüglich und in aller Entschlossenheit handeln, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen getötet und verletzt werden, nur weil sie für ihre Freiheit, ihre Würde und ihre Menschenrechte auf die Straße gehen."