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Saudi-Arabien plant milliardenschweren Aktienverkauf: Soll so die Finanzierung für die Mega-Stadt Neom angekurbelt werden?

Die Ölverarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. - Copyright: FAYEZ NURELDINE/Getty Images
Die Ölverarbeitungsanlage in Saudi-Arabien. - Copyright: FAYEZ NURELDINE/Getty Images

Saudi-Arabien steht kurz vor einem milliardenschweren Aktienverkauf seiner staatlichen Ölgesellschaft Saudi Aramco. Das zumindest berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Verkauf könnte demnach etwa zehn Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 9,2 Milliarden Euro) einbringen und bereits im Juni stattfinden. Es wäre einer der größten Aktienverkäufe in der Region.

Die ungenannten Quellen sagten, die Planung sei noch im Gange und Details könnten sich noch ändern, zitiert Reuters die Informanten. „Entscheidungen über Aktienverkäufe sind Sache unserer Aktionäre und können von uns nicht kommentiert werden“, sagte ein Aramco-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur.

Die saudi-arabische Regierung ist nach wie vor der größte Aktionär von Aramco, dem nach Marktkapitalisierung größten Ölunternehmen der Welt. Saudi Aramco hat bislang nicht auf eine Anfrage von Business Insider geantwortet.

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Die Nachricht über den möglichen Verkauf kommt inmitten des Plans „Vision 2030“ des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, die Wirtschaft des Königreichs zu diversifizieren und sich vom Öl abzuwenden. Der Plan sieht hohe Ausgaben für Sport, Unterhaltung und Infrastruktur vor, die größtenteils vom saudischen Staatsfonds, dem Public Investment Fun, finanziert werden.

Diese Pläne hat der Kronprinz für sein Land

Im Rahmen des Plans 2030 hat das Königreich eine Reihe von „Giga-Projekten“ in Angriff genommen. Darunter zum Beispiel die Megastadt Neom in Saudi-Arabien. Das Projekt, das mindestens 500 Milliarden Dollar kosten soll – manche Schätzungen gehen von 1,5 Billionen Dollar aus –, umfasst auch die viel diskutierte „The Line“, eine futuristische Stadt im Nordwesten des Landes.

Jüngste Berichte deuten jedoch darauf hin, dass Saudi-Arabien versucht hat, Kredite für das Projekt aufzunehmen und gleichzeitig die Bevölkerungsschätzung für „The Line“ nach unten korrigiert hat. Zuvor hatte die saudische Regierung erklärt, sie wolle bis 2030 etwa 1,5 Millionen Einwohner in „The Line“ ansiedeln. Aber: Diese Zahl dürfte nun bei weniger als 300.000 liegen, berichtete "Bloomberg" im April.

Und während sich die Stadt über 170 Kilometer bis zum Roten Meer erstrecken sollte, rechnen Insider laut "Bloomberg"-Bericht damit, dass bis 2030 nur 2,4 Kilometer des Projekts in Saudi-Arabien fertiggestellt werden.

Der saudische Staatsfonds hat mit sinkenden Kassenbeständen zu kämpfen. Im Januar teilte er mit, dass seine Barmittel im September auf rund 15 Milliarden Dollar gesunken seien. Der saudi-arabische Finanzminister sagte im April, dass das Königreich „sehr zufrieden“ mit den Fortschritten seiner Vision 2030 sei. Aber: „Herausforderungen“ würden nun mal auch Anpassungen bei einigen Aspekten des Projekts erforderlich machen.

Lest den Originalartikel auf Englisch bei Business Insider.