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Aktien Wien Schluss: Kaum Verändert nach schwachem Start

WIEN (dpa-AFX) -Der Wiener Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch kaum verändert beendet. Nachdem der ATX AT0000999982 im Verlauf noch klar tiefer notiert hatte, ging es in den letzten Handelsminuten wieder deutlich nach oben. Der österreichische Leitindex schloss bei 3331,09 Punkten - knappe 0,06 Prozent im Plus. Der ATX Prime stand am Ende dünne 0,03 Prozent höher bei 1674,15 Zählern.

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich nach dem Jahreswechsel den vierten Monat in Folge aufgehellt. Ökonomen hatten mit dem Anstieg in dieser Höhe in etwa gerechnet.

Für die Aktienmärkte ist dies aber ein zweischneidiges Schwert: Eine bessere Wirtschaftslage erhöht zugleich die Wahrscheinlichkeit von stärkeren Zinsanhebungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Davon dürften wiederum die in Wien schwer gewichteten Banken teilweise profitiert haben. Während Bawag AT0000BAWAG2 (plus 1,1 Prozent) und Erste Group AT0000652011 (plus 0,9 Prozent) zulegten, büßten die Titel der Raiffeisen Bank International AT0000606306 0,3 Prozent ein.

Analysten der Erste Group wiesen in der Früh auf die Ankündigung vom Immobilienentwickler UBM hin, einen Teil seiner Schulden vorzeitig zurückzahlen zu wollen. Die Aktien legten 3,9 Prozent zu, allerdings bei moderatem Handelsvolumen.

Rosenbauer ging am Ende unbewegt aus dem Handel, nachdem es im Verlauf noch klar nach unten gegangen war. Der Feuerwehrausstatter revidierte seinen Ausblick für das Konzernergebnis 2022: Demnach erwartet der Konzern für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Beim Betriebsergebnis (EBIT) geht der Konzern von einer EBIT-Marge von minus ein Prozent aus, teilte Rosenbauer am Dienstagabend mit.

Der Baukonzern Porr hat in Hannover einen Großauftrag an Land gezogen: Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit Stump-Franki Spezialtiefbau und Hagedorn Hannover wird der erste Abschnitt der Verkehrsachse B3 durch Hannover ab 2023 saniert. Der Auftragswert beläuft sich auf 400 Millionen Euro. Trotzdem gaben die Titel deutliche 2,6 Prozent nach.

Für die Titel des Immobilien-Konzerns s immo ging es nach starken Zuwächsen am Vortag heute wieder um 5,7 Prozent nach unten.