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Aktien New York Schluss: Anleger schöpfen nach Fed-Protokoll wieder etwas Mut

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt hat sich nach zwei turbulenten Handelstagen wieder etwas Zuversicht breitgemacht. Die wichtigsten Indizes schlossen am Mittwoch teils recht deutlich im Plus. Das Protokoll der US-Notenbank zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses hatte zumindest nicht die Erwartung geweckt, dass die Fed eine schärfere Gangart als erwartet an den Tag legen wird, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Im Gegenteil sahen Börsianer eher Hinweise dafür, dass die Notenbank nach einer ersten Phase größerer Zinserhöhungsschritte zum Jahresende hin einen etwas weniger straffen Kurs einschlagen könnte.

Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> ging 0,60 Prozent höher bei 32 120,28 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 0,95 Prozent auf 3978,73 Zähler nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> stieg um 1,48 Prozent auf 11 943,93 Punkte.

Die Fed hat zwar zunächst in ihrem Protokoll wie erwartet weitere größere Zinserhöhungsschritte in Aussicht gestellt. Die zügige Rückführung der geldpolitischen Unterstützung der Wirtschaft dürfte es der Notenbank dann aber zum Jahresende erlauben, ihre Geldpolitik neu zu bewerten. Paul Ashworth, Chefvolkswirt für die USA beim Analysehaus Capital Economics, wertete dies als eine Aussage, die für eine eher weniger strenge Geldpolitik nach dieser Phase größerer Zinserhöhungen spreche. Die Aussage erinnere an die jüngste Bemerkung des US-Notenbankers Raphael Bostic, wonach eine Pause bei den Zinserhöhungen im September "Sinn ergeben könne".