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Aktien New York: Frühe Rekorde an Wall Street und Nasdaq

·Lesedauer: 3 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem verlängerten Wochenende haben die wichtigsten US-Indizes am Dienstag allesamt erneut Rekorde aufgestellt. Etwas mehr Optimismus in der Corona-Krise und die Hoffnung auf ein baldiges US-Konjunkturpaket galt im frühen Handel als Grund dafür, dass es der Dow Jones Industrial <US2605661048> erstmals über die Marke von 31 600 Punkten schaffte. Dann aber flachte der Rückenwind etwas ab, zuletzt betrug das Plus mit 31 544,15 Zählern noch 0,27 Prozent.

Am Markt hieß es, es fehle vorerst an neuen greifbaren Impulsen, um einen weiteren Anstieg zu rechtfertigen. Zu Beginn hätten die US-Börsen die Stärke der Weltbörsen am Montag nachvollzogen, als der US-Handel am "George Washington Day" pausierte. Fortschreitende Impfkampagnen und sinkende Neuinfektionszahlen seien inmitten der Corona-Pandemie gut für die wirtschaftliche Perspektive, würden aber schon länger als Treiber genannt, hieß es. Untermauert wurde dies am Dienstag vom Empire-State-Index für den Monat Februar, der doppelt so hoch ausfiel als erwartet.

Andere Indizes machten es dem Dow nach und begaben sich am Dienstag im frühen Handel ebenfalls in Rekordhöhen, bevor der Schwung auch hier nachließ. Der S&P 500 <US78378X1072> stand denn auch zuletzt prozentual unverändert bei 3934,99 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> dagegen gab um 0,27 Prozent auf 13 769,85 Zähler nach.

Im Blick der Anleger standen am Dienstag erneut die Ölpreise, nachdem die US-Sorte WTI an ihren jüngsten Höhenflug anknüpfte. Ein Barrel der US-Sorte WTI stieg mit rund 60 US-Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2020. Ölaktien profitierten davon: Jene des Branchenriesen ExxonMobil <US30231G1022> zum Beispiel zogen um 2,9 Prozent an.

Ansonsten waren branchenseitig vor allem die Finanzwerte gefragt, was an der Börse mit steigenden Marktzinsen begründet wurde. Erkennbar sei dies an neuerdings steigenden Anleiherenditen. Dies gilt als förderlich für das Alltagsgeschäft der Finanzinstitute. Im Dow ging es so für die Aktien von JPMorgan <US46625H1005> um 2,7 Prozent nach oben und für jene von Goldman Sachs <US38141G1040> um 1,7 Prozent.

Die sinkenden Infektionszahlen und die Fortschritte mit der Impfkampagne ließen die Anleger auch im US-Reisesektor wieder zugreifen. Die Aktien der großen Fluggesellschaften American Airlines <US02376R1023>, United <US9100471096> und Delta <US2473617023> zogen um bis zu 2,9 Prozent an. Für jene der Kreuzfahrtanbieter Royal Caribbean <LR0008862868> und Carnival <PA1436583006> ging es sogar um jeweils acht Prozent nach oben.

Im Gegenzug wurden Papiere aus dem Gesundheitssektor gemieden. Die Aktien der Corona-Impfstoffhersteller ruderten nach gutem Lauf etwas zurück, wie Kursverluste von etwa drei Prozent bei Biontech <US09075V1026> und Moderna <US60770K1079> zeigen. Mitte März könnte in Europa ein vierter Corona-Impfstoff auf den Markt kommen, Johnson & Johnson <US4781601046> hat dort nun eine Zulassung beantragt. Auch die Papiere des Konsumgüter- und Pharmakonzerns fielen allerdings um 0,9 Prozent.

In den Blick rückten ansonsten Nebenwerte, darunter die 4,6 Prozent höheren Anteile des US-Autozulieferers Borgwarner <US0997241064>, der den deutschen Batteriehersteller Akasol <DE000A2JNWZ9> für knapp 730 Millionen Euro übernehmen will.

Die Aktien von Palantir Technologies <US69608A1088> büßten dagegen 11,8 Prozent ein, nachdem der Spezialist für Datenanalyse-Software mit einer Ausweitung seiner Verluste im abgelaufenen vierten Quartal negativ überraschte. Erstmals seit dem Börsengang Ende September testeten die bis dato gut gelaufenen Aktien die 50-Tage-Durchschnittslinie. Bei charttechnisch orientierten Anlegern gilt diese als beliebter Trendindikator.

Einen Kurssprung um neun Prozent gab es dagegen nach Zahlen bei der Ceva-Aktie <US1572101053>. Das Technologieunternehmen überraschte mit bereinigten Ergebniskennzahlen, die über den Erwartungen lagen.