Deutsche Märkte öffnen in 6 Stunden 51 Minuten
  • Nikkei 225

    27.421,47
    +58,72 (+0,21%)
     
  • Dow Jones 30

    33.949,41
    +205,57 (+0,61%)
     
  • BTC-EUR

    21.054,58
    -415,76 (-1,94%)
     
  • CMC Crypto 200

    520,89
    -6,30 (-1,19%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.512,41
    +199,06 (+1,76%)
     
  • S&P 500

    4.060,43
    +44,21 (+1,10%)
     

Aktien London Schluss/Hohe Öl- und Gaspreise: FTSE 100 hängt Dax & Co 2022 ab

LONDON (dpa-AFX) -Der britische Aktienmarkt hat sich mit einem kleinen Gewinn im turbulenten Börsenjahr 2022 gegen die weltweit trübe Börsenstimmung gestemmt. Anders als in den vergangenen Jahren hinkte der FTSE 100 GB0001383545 mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 7451,74 Punkte den Leitindizes anderer westlicher Länder nicht hinterher, sondern ließ sie hinter sich. Zum Vergleich: Der Dax DE0008469008 steuert 2022 auf ein Minus von gut 12 Prozent zu, beim breit gefassten US-Index S&P 500 US78378X1072 steht vor dem Start in den letzten Handelstag des Jahres ein Minus von fast einem Fünftel auf dem Kurszettel. Die Londoner Börse schloss am letzten Handelstag des Jahres bereits um 13.30 Uhr.

Wesentlicher Grund für das bessere Abschneiden des britischen Marktes: Im FTSE 100 sind Öl- und Energiewerte vergleichsweise stark vertreten. Die profitierten im abgelaufenen Börsenjahr vom kräftigen Anstieg der Preise für Erdgas und Energie in Europa vor dem Hintergrund wegfallender Gaslieferungen aus Russland. Gleichzeitig ist der Anteil der Techwerte im "Footsie" im Vergleich eher niedrig, wie die Experten des Brokers IG erklären. Und gerade Technologieaktien litten 2022 unter steigenden Zinsen im Sog des Kampfes der Notenbanken gegen die hohe Inflation.

Aktien von Ölkonzernen wie BP GB0007980591 und Shell GB00BP6MXD84 sowie des Rohstoffkonzerns Glencore JE00B4T3BW64 sind denn unter den Index-Favoriten 2022. Spitzenreiter ist aber die Aktie des Rüstungs- und Luftfahrtkonzerns BAE Systems GB0002634946 mit einem Gewinn von fast 56 Prozent. Die Branche profitierte 2022 von der Aussicht auf lukrative Aufträge infolge der Aufstockung der Wehretats westlicher Länder in Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.