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Aktien Frankfurt: Steigende Zinsen drücken Dax auf Tief seit November 2020

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der deutsche Leitindex Dax DE0008469008 ist wegen Rezessionssorgen am Freitagvormittag auf den niedrigsten Stand seit November 2020 gefallen. Die jüngste Häufung von Zinserhöhungen großer Notenbanken steckt den Investoren auch am Freitag noch in den Gliedern. Zuletzt verlor der Dax 1,31 Prozent auf 12 367 Punkte. Auf Wochensicht hat sich für den Index ein Verlust von drei Prozent angehäuft. Auch an der Wall Street stehen die Signale vor dem Wochenende auf weitere Kurseinbußen angesichts der straffen Geldpolitik der US-Notenbank Fed.

Mit dem Rutsch am Freitag ist Dax in diesem Jahr jetzt 22 Prozent im Minus. Überraschend hohe Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten hatten am Dienstag der Vorwoche die zwischenzeitliche Dax-Erholung jäh ausgebremst. Sie bestärkten die US-Notenbank in ihrer restriktiven Geldpolitik, die sie in dieser Woche mit dem dritten großen Zinsschritt in Folge fortsetzte. Die Anleger sorgen sich immer mehr vor einer Rezession als Kollateralschaden im Kampf gegen die hohe Inflation.

Börsenexperten machen angesichts des Jahrestiefs des Dax weiteres Verlustpotenzial aus: "Bei einem Unterschreiten des Jahrestiefs würden die runde 12 000 und anschließend das Verlaufstief vom Oktober 2020 (11 450 Punkte) ins Blickfeld rücken", hatte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners bereits am Morgen prognostiziert.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel lotete am Freitag ebenfalls ein Jahrestief aus. Er büßte 2,30 Prozent auf 22 730 Zähler ein und fiel auf das niedrigste Niveau seit Mai 2020. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab um eineinhalb Prozent nach.

Für Aufsehen und ein Kursdesaster sorgte die Rücknahme der Jahresziele beim Immobilienfinanzierer Hypoport DE0005493365. Die im SDax DE0009653386 der kleinen Börsentitel enthaltene Aktien brachen um 36 Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Die derzeitige Jahresprognose werde "deutlich verfehlt", hatte das Unternehmen am Vorabend mitgeteilt. Analyst Simon Keller von Hauck Aufhäuser Investment Banking nannte die Nachrichten "verheerend". Der Rückgang bei Immobilienkrediten scheine sich angesichts steigender Zinsen zu beschleunigen.

An die Spitze des Dax setzten sich derweil die Aktien von Airbus mit plus drei Prozent. Analyst David Perry von JPMorgan machte hier nach den jüngsten Kursverlusten eine "hervorragende Einstiegsgelegenheit" aus.

Symrise-Aktien DE000SYM9999 stiegen um knapp ein Prozent. Die US-Bank JPMorgan riet zum Kauf der Papiere des Herstellers von Duft- und Aromastoffen. Beiersdorf DE0005200000 legten ebenfalls um ein knappes Prozent zu, nachdem die Bank of America der Aktie rund 20 Prozent Aufwärtspotenzial attestiert hatte.

Im MDax setzte sich der Ausverkauf bei den Papieren von Varta DE000A0TGJ55 fort, es ging um weitere gut neun Prozent nach unten. Den Aktien des Batterieherstellers droht nun ein Tief seit drei Jahren.