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Aktien Frankfurt: Kurse kommen kaum von der Stelle

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Vorweihnachtliche Ruhe ist am Freitag am deutschen Aktienmarkt eingekehrt. Nach leichten Verlusten in den vergangenen beiden Handelstagen und einem sehr starken November lag der Dax <DE0008469008> am Vormittag mit 13 256 Punkten quasi auf der Stelle. Auf Wochensicht deutet sich ein Verlust von 0,6 Prozent an.

Die Investoren warten nun auf den Arbeitsmarktbericht aus den USA für den Monat November. Daneben droht das nach wie vor ungelöste Thema Brexit mit dem immer näher rückenden Jahresende wieder zu einer Belastung für die Aktienmärkte zu werden.

Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Werte legte am Freitag um ein halbes Prozent auf 29 430 Zähler zu. Hier stützten nicht zuletzt die Kursgewinne des Schwergewichts Airbus <NL0000235190>, dessen Aktien um 1,6 Prozent zulegten. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex für die Eurozone stieg um 0,2 Prozent.

Das alte Thema Brexit rückt wieder in den Fokus: "Die Brexit-Gespräche stecken noch immer fest", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Zeit dränge: Ein Vertrag müsste noch vor dem Jahresende ratifiziert werden, denn dann endet die Übergangsphase nach dem britischen EU-Austritt von Ende Januar. Auf ein Scheitern der Verhandlungen seien die Börsen nicht vorbereitet, warnte der Experte.

An die Dax-Spitze setzen sich die Aktien von HeidelbergCement <DE0006047004> mit einem Plus von 2 Prozent. Sie hatten jüngst die Verluste aus der Zeit des weltweiten Corona-Crashs im Frühjahr komplett aufgeholt. Händler sehen das Unternehmen als Profiteur von milliardenschweren Investitionen der US-Regierung in die Infrastruktur.

Bei den Aktien von RWE <DE0007037129> nahmen Anleger dagegen Kursgewinne mit, sie verloren am Dax-Ende 1,5 Prozent. Am Mittwoch waren die Anteilscheine des Stromversorgers auf den höchsten Stand seit acht Jahren geklettert. Im laufenden Börsenjahr zählen sie zu den großen Gewinnern im Dax.

Aktien von Fraport <DE0005773303> stiegen an der MDax-Spitze um 3,8 Prozent auf den höchsten Stand seit Juni. Die Deutsche Bank riet bei den Papieren wieder zum Kauf. Die jüngsten Impfstoffmeldungen und die zeitlichen Prognosen für eine Herdenimmunität deuteten auf eine Erholung des Luftverkehrs in der zweiten Jahreshälfte 2021 hin, schrieb Analystin Siobhan Lynch.

Die Deutsche Börse <DE0005810055> hatte am Vorabend Änderungen in den Aktienindizes angekündigt. In den MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel rücken Siemens Energy <DE000ENER6Y0> auf, die Papiere von Grenke <DE000A161N30> müssen dafür weichen. Aktien von Siemens Energy <DE000ENER6Y0> stiegen um 1,3 Prozent, während Grenke leicht nachgaben.

Im SDax <DE0009653386> der kleineren Werte gibt es gleich mehrere Änderungen, während im Leitindex Dax alles beim Alten bleibt. Umgesetzt werden die Neuerungen zum Handelsschluss am 18. Dezember. Der erste Handelstag in der neuen Indexzusammensetzung ist dann der 21. Dezember.