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Aktien Frankfurt: Dax tut sich schwer - Index vor negativem Quartal

FRANKFURT (dpa-AFX) -Am Ende einer durchwachsenen Woche und eines schwachen Quartals hat sich der Dax DE0008469008 am Freitag schwer getan mit der Richtungsfindung. Anleger wägten vor den Frankreich-Wahlen ab zwischen politischer Unsicherheit und positiven Vorgaben der US-Börsen.

Am Nachmittag büßte der Dax seine Gewinne ein. Zuletzt notierte er mit 18 208 Punkten knapp im Minus. Der MDax DE0008467416 verlor 0,48 Prozent auf 25 253,04 Zähler verlor. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 war in die Verlustzone gerutscht.

Eine Stütze für den Dax waren unter anderem Kursgewinne deutscher Autowerte. Von frischen Inflationssignalen gingen zu Wochenschluss keine maßgeblichen Impulse aus: Jene aus Frankreich, Spanien und Italien erfüllten die Erwartungen. Aus den USA kam mit dem PCE-Deflator das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß. Auch dieses erfüllte die Prognosen von Ökonomen.

Im Wochenverlauf steht der Dax mit 0,3 Prozent im Plus, womit er sich tendenziell weiter stabilisiert zeigt. Am letzten Handelstag im Juni steuert der Dax mit Blick aufs erste Halbjahr auf ein Plus von fast neun Prozent zu, das allerdings stark vom ersten Quartal geprägt ist. Im zweiten Jahresviertel hat der Leitindex aktuell um rund 1,5 Prozent nachgegeben.

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Anleger blicken zu Wochenschluss kritisch auf die erste Runde der Parlamentswahlen, die am Wochenende in Frankreich ansteht. "Politische Börsen haben kurze Beine - das dürfte auch für die Parlamentswahl in Frankreich gelten", schrieben jedoch am Freitag die Experten der DZ Bank. Für die zweite Jahreshälfte 2024 besteht ihres Erachtens nach weiter Luft nach oben, nicht zuletzt wegen einer weniger restriktiveren Geldpolitik. Dem Dax trauen sie bis zum Jahresende einen Kursanstieg auf etwa 19 500 Punkte zu.

Ein Thema war am Freitag auch der wacklige Auftritt von US-Präsident Joe Biden im ersten TV-Duell mit Herausforderer Donald Trump. Mit einem kraftlosen Auftritt weckte Biden auch Zweifel an seiner weiteren Eignung für das Amt. Einem Händler zufolge dürfte dies dazu führen, dass Investoren vermehrt Trumps Wirtschaftspolitik unter die Lupe nehmen, etwa in puncto Zölle.

Unter den Autowerten im Dax fielen die Aktien von Mercedes-Benz DE0007100000 mit einem Anstieg um 1,5 Prozent positiv auf. In einer Telefonkonferenz habe der Autobauer weiter Zuversicht signalisiert für die Margenambitionen der Kernmarke Mercedes, merkte der Analyst Philippe Houchois von Jefferies Research positiv an. Hinzu kam anhaltende Hoffnung, dass der Streit zwischen der EU und China um Importzölle auf E-Autos nicht weiter hochkocht.

Adidas DE000A1EWWW0 und Puma standen im Mittelpunkt wegen eines sehr enttäuschenden Ausblicks von Nike US6541061031. Während der US-Kontrahent im neuen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang erwartet, blieben die Adidas-Anleger entspannt. Es setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Probleme bei den Amerikanern hauptsächlich hausgemacht sind.

Die Adidas-Aktien gaben zuletzt moderat um 0,6 Prozent nach. Puma DE0006969603 fielen dagegen deutlicher um 3,5 Prozent. Für die Nike-Aktien zeichnete sich an den US-Börsen ein prozentual zweistelliges Minus ab.

Mit zwei Prozent ein Verlierer waren am Freitag auch die Aktien von Delivery Hero DE000A2E4K43, die ein Tief seit Anfang März erreichten. Für Unsicherheit sorgte dort der vorgezogene Abschied des bisherigen Finanzchefs Emmanuel Thomassin. Noch größer waren mit fast zehn Prozent die Kursverluste bei Teamviewer DE000A2YN900, weil der Spezialist für Fernwartungslösungen Opfer eine Cyberattacke wurde.

Schwer unter Druck gerieten auch die im SDax DE0009653386 gelisteten Papiere der Deutschen Beteiligungs AG DE000A1TNUT7, die wegen der angekündigten Ausgabe einer Wandelanleihe um fast sieben Prozent absackten. Mit der Maßnahme könnte den Anlegern eine Gewinnverwässerung drohen.

Besser schlugen sich in dem drittklassigen Index die drei Prozent höheren Aktien von Deutz DE0006305006. Der Motorenbauer gab mit Blue Star Power Systems eine Übernahme in den USA bekannt. Warburg-Analyst Stefan Augustin wertete die Expansion im Bereich der Stromerzeugungsaggregate positiv.

Der Euro EU0009652759 stand mit zuletzt 1,0699 US-Dollar stabil bei der Marke von 1,07 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,0696 US-Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt gab es leichte Gewinne. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,10 Prozent auf 124,77 Punkte. Die Umlaufrendite dagegen fiel von 2,51 Prozent am Vortag auf 2,50 Prozent. Der Bund-Future DE0009652644 trat mit 132,04 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle./tih/mis

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---