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Aktien Frankfurt: Dax schwächelt nach Rekord - US-Schuldenstreit bleibt im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Dax DE0008469008 hat am Montag moderate Verluste erlitten. Damit zollte er seinem zuletzt guten Lauf und dem weiter ungelösten US-Schuldenstreit etwas Tribut. An den richtungsweisenden US-Börsen zeichnete sich zudem ein lustloser Handelsstart ab, sodass auch von hier kein Rückenwind kam.

Am Nachmittag sank der deutsche Leitindex um 0,37 Prozent auf 16 214,56 Punkte. Am Freitag hatte er mit 16 331 Punkten ein Rekordhoch erreicht, war dann aber zurückgefallen. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte verlor am Montag 0,40 Prozent auf 27 529,61 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,31 Prozent auf 4381,59 Punkte nach unten.

Die Märkte preisten bereits eine Einigung im Streit um die US-Schuldenobergrenze ein, weshalb "die positiven Kurseffekte selbst im Falle eines Kompromisses begrenzt bleiben dürften", schreibt Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Nach dem Gipfelsturm der vergangenen Woche geht es für den Dax heute vor allem darum, das Erreichte zu verteidigen." Wichtig sei, dass er nicht zu weit von seinem neuen Rekord abrutsche.

Auch die Experten von Index-Radar sind mit Blick auf die weitere Dax-Entwicklung zurückhaltend. Der neue Rekord sei zwar "ganz klar ein positives Zeichen", heißt es. "Doch bislang liegt er nur unwesentlich über den bisherigen Hochs, eine Bestätigung bleibt abzuwarten." Die letzte Dax-Bestmarke von 16 290 Zählern datiert aus dem November 2021.

An diesem Montag wollen sich US-Präsident Joe Biden und der Verhandlungsführer der oppositionellen Republikaner, Kevin McCarthy, erneut zu einem Spitzengespräch treffen - allerdings erst deutlich nach dem Börsenschluss in Europa. Die Zeit drängt: Anfang Juni droht ein Zahlungsausfall der US-Regierung, falls sich Bidens Team bis dahin nicht mit den Republikanern im Kongress auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze verständigt.

Abseits der wichtigen deutschen Aktienindizes sprangen die Anteilsscheine von Borussia Dortmund DE0005493092 um 14,5 Prozent hoch auf den höchsten Stand seit September 2021. Der Fußballverein überholte am zweitletzten Bundesliga-Spieltag den Rekordmeister Bayern München und hat nun beste Karten für die Meisterschaft.

Als einer der Favoriten im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 erholten sich Patrizia Immobilien DE000PAT1AG3 mit plus 1,3 Prozent von den jüngsten Verlusten. Als Kursstütze sahen Händler die Meldung, dass der designierte Vorstandschef Asoka Wöhrmann für bis zu drei Millionen Euro Aktien des Unternehmens kaufen will. Zuletzt war Wöhrmann in gleicher Funktion bei der Deutsche-Bank-Tochter DE0005140008 DWS DE000DWS1007 tätig gewesen, hatte sich von diesem Posten aber im vergangenen Jahr zurückgezogen.

Dagegen verlor Index-Nachbar Flatexdegiro DE000FTG1111 3,3 Prozent. Dem "Handelsblatt" zufolge hat der Onlinebroker neuen Ärger mit der Finanzaufsicht Bafin. Diese prüfe, ob das Frankfurter Fintech-Unternehmen seinen Pflichten zur Veröffentlichung kursrelevanter Informationen nachgekommen sei, heißt es in dem Bericht. Der Broker bestritt gegenüber dem "Handelsblatt", in den fraglichen Fällen Transparenzpflichten verletzt zu haben.

Ansonsten sorgten Analystenstudien für Kursausschläge. Die Anteilsscheine des Pharma- und Laborausrüster Sartorius DE0007165631 büßten am Dax-Ende 2,7 Prozent ein, nachdem die US-Bank Morgan Stanley sie auf "Equal-Weight" abgestuft hatte.

Zweitschwächster Wert im Leitindex war der Chemikalienhändler Brenntag DE000A1DAHH0 mit einem Minus von 2,1 Prozent. Die britische Bank Barclays stufte die Aktien wegen einer im Branchenvergleich hohen Bewertung ab und votiert nun mit "Underweight".

Derweil strich die Privatbank Berenberg ihre Kaufempfehlung für Hornbach Holding DE0006083405 und empfiehlt die Aktien nur noch mit "Hold". Analyst Benjamin Thielmann verwies auf einen unerwartet trüben Ergebnisausblick der Baumarkt-Holding. Die Titel gaben als einer der größten Verlierer im SDax um 3,5 Prozent nach.

Der Euro EU0009652759 konnte sich weiter stabilisieren und kostete zuletzt 1,0822 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0808 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 2,47 Prozent am Freitag auf 2,43 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 stieg um 0,10 Prozent auf 125,75 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 gewann 0,07. Prozent auf 134,09 Zähler./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---