Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    29.559,10
    +150,93 (+0,51%)
     
  • Dow Jones 30

    31.361,30
    -30,22 (-0,10%)
     
  • BTC-EUR

    41.861,05
    +1.874,10 (+4,69%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.011,54
    +23,44 (+2,37%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.001,90
    -356,89 (-2,67%)
     
  • S&P 500

    3.829,01
    -41,28 (-1,07%)
     

Aktien Frankfurt: Dax nach Rekord nur noch moderat im Plus

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt sind am Montag einige Rekorde gepurzelt. Sowohl der Leitindex Dax <DE0008469008> als auch der Index der mittelgroßen Werte MDax <DE0008467416> und der Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> erreichten im frühen Handel Höchststände. Am späten Vormittag ließ der Schwung derweil wieder etwas nach.

Die Anleger sind bereits seit einigen Tagen wieder optimistisch gestimmt, nachdem Bedenken bezüglich höherer Schwankungen des Gesamtmarktes durch spekulationsgetriebene Käufe bei einzelnen Aktien zuletzt in den Hintergrund getreten waren. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners kommentierte, das Werben der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen für das billionenschwere Hilfspaket von US-Präsident Joe Biden und die in Aussicht gestellte Rückkehr zur Vollbeschäftigung im kommenden Jahr kämen weiterhin gut an.

Der Dax schaffte zuletzt noch ein Plus von 0,21 Prozent auf 14 086,40 Punkte, nachdem er bei gut 14 169 Punkten eine Bestmarke erreicht hatte. "Viele Marktteilnehmer nutzen die Kurse oberhalb von 14 100 Punkten, um Gewinne mitnehmen zu können", sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect.

Derweil stockte die DZ Bank ihr Ziel für das Börsenbarometer bis zum Jahresende von 14 000 auf 15 000 Punkte auf. "Die Dax-Unternehmen mussten 2020 wesentlich geringere Umsatz- und Gewinneinbußen hinnehmen als befürchtet", schrieb Analyst Christian Kahler. "Neue Rekordgewinne dürften nun bereits 2022 erreicht werden, statt der bisherigen Erwartung von 2022/23", so der Experte weiter. "Zudem unterstützt das gegenüber November 2020 verbesserte politische Umfeld die Marktstimmung."

Der MDax legte um 0,33 Prozent auf 32 508,97 Punkte zu und der SDax stieg um 0,7 Prozent. Beim Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 <EU0009658145> stand ein Plus von 0,3 Prozent zu Buche.

Hierzulande sorgte Dialog Semiconductor <GB0059822006> für Furore. Der Halbleiteranbieter einigte sich mit dem japanischen Elektronikkonzern Renesas auf eine Übernahme. Wie bereits am Sonntag in Aussicht gestellt will Renesas je Dialog-Aktie 67,50 Euro bezahlen. Am Montag schnellten die Papiere um 16,50 Prozent auf 65,38 Euro in die Höhe. Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Den ersten Platz im Dax sicherten sich die Aktien der Deutschen Bank <DE0005140008> mit einem Plus von 1,7 Prozent. Kepler-Analyst Nicolas Payen gab in einer aktuellen Studie seine negative Einstufung der Papiere auf. Payen lobte die klaren Fortschritte, die der Finanzkonzern beim Umbau erzielt habe - insbesondere auf der Kostenseite. Die starke Marktdynamik im Investmentbanking gebe kräftigen Ertragsschub.

Ansonsten spielte die Musik zu Wochenbeginn in der Telekommunikationsbranche. Auf dem Weg zum vierten Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland kam 1&1 Drillisch <DE0005545503> einen Schritt voran. Der Wettbewerber Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> legte ein neues Angebot zur vorübergehenden Nutzung seines Mobilfunk-Netzes vor. In diesem sind die Preise für 1&1 Drillisch gesenkt worden, sodass sich das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 über einen potenziellen positiven Ergebniseffekt von rund 30 Millionen Euro freuen könnte.

Damit zogen die Anteilsscheine von 1&1 Drillisch um fast sechs Prozent an. Für die Aktien des Mutterkonzerns United Internet <DE0005089031> ging es als bester Wert im MDax um knapp fünf Prozent nach oben. Die Papiere von Telefonica Deutschland stiegen um rund ein Prozent.

Positive Nachrichten kamen auch von Schaeffler <DE000SHA0159>: Der Auto- und Industriezulieferer rechnet mit mehr Aufträgen rund um E-Autos. Die Papiere gewannen an der SDax-Spitze gut sieben Prozent./la/men

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---