Deutsche Märkte geschlossen
  • Nikkei 225

    28.633,46
    +391,25 (+1,39%)
     
  • Dow Jones 30

    30.930,52
    +116,26 (+0,38%)
     
  • BTC-EUR

    30.151,08
    -21,91 (-0,07%)
     
  • CMC Crypto 200

    726,54
    +11,34 (+1,59%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.197,18
    +198,68 (+1,53%)
     
  • S&P 500

    3.798,91
    +30,66 (+0,81%)
     

Aktien Frankfurt Ausblick: Rekordhoch rückt für Dax noch einen Tick näher

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der gute Lauf am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag fortsetzen. Am Vortag hatte der Dax <DE0008469008> nach einigen Wochen deutlich zugelegt und den Corona-Crash endgültig wieder aufgeholt, er hatte es letztlich aber nicht über die 13 600 Punkte geschafft. Nun könnte er einen neuen Anlauf starten. Mit einem robusten Auftakt rückt der bisherige Rekord, den er im Februar mit 13 795 Punkten aufgestellt hatte, wieder ein Stück näher.

Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex lässt knapp eine Stunde vor dem Handelsstart ein Plus von 0,23 Prozent auf 13 597 Zähler erwarten. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> zeichnet sich derweil auch ein 0,2 Prozent höherer Start ab. Der MDax <DE0008467416> könnte sich mit einem positiven Start über den 30 000 Punkten absetzen, die er am Vortag erstmals überschritten hatte. Bereits Höchststände erreicht hat zuletzt auch der SDax <DE0009653386>.

"Der deutsche Leitindex startet mit etwas Verspätung doch noch seine Jahresendrally", sagte Marktexperte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Der Charttechniker sieht nun ein kurzfristiges Kursziel bei knapp 14 000 Punkten. Dabei treibt vor allem die Hoffnung, die Anleger in die bald beginnenden Impfungen gegen das Coronavirus legen. Nachgebende Kurse wurden zuletzt spätestens bei einer Annäherung an die Marke von 13 000 Punkten immer wieder rasch zum Einstieg genutzt.

Erste Auswirkungen könnte nun aber der große Verfall an den Terminbörsen haben, der am Freitag ansteht und für Kursausschläge sorgen kann. Zum Jahresende steht außerdem wieder das alljährliche "Window Dressing" an, bei dem institutionelle Anleger versuchen, ihre Depots vor dem Jahresende durch gezielte Käufe oder Verkäufe für den Schlussbericht an die Anleger herauszuputzen.

Die Sitzung der US-Notenbank lieferte am Vorabend keinen größeren Kursimpuls. An der Wall Street tendierten die Aktien anschließend ohne klare Richtung. Die Federal Reserve (Fed) setzt ihre Krisenpolitik angesichts der weiter schwelenden Corona-Pandemie fort. Die Leitzinsen bleiben in der Nähe der Nulllinie und die milliardenschweren Anleihekäufe sollen solange fortsetzen werden, bis "substanzielle Fortschritte" in den Zielen der Fed erreicht sind.

Auf Unternehmensseite könnten am Donnerstag die Aktien des Wirkstoff-Entwicklers Evotec <DE0005664809> einen Blick wert sein. Vorbörslich ging es hier auf der Handelsplattform Tradegate wegen einer vermeldeten Meilensteinzahlung um 1,6 Prozent hoch. Fließen soll das Geld wegen erzielter Fortschritte in der Partnerschaft mit dem Pharmakonzern Bristol Myers Squibb.

Den Aktien von ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> winkt ein Jahreshoch, wenn der Kurs weiter angetrieben werden sollte. Der italienische Konzern Mediaset <IT0001063210> hält sich mit Blick auf eine mögliche Aufstockung seiner Beteiligung am deutschen Medienunternehmen alle Optionen offen.

Im Nebenwertebereich gab es Nachrichten von SNP <DE0007203705> Schneider-Neureither & Partner. Der Softwareanbieter und IT-Berater verkauft seine polnische Tochter an die All for One Group. Beide Aktien wurden vorbörslich im dünnen Handel im Plus taxiert.