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Aktien Frankfurt: Anleger bleiben zuversichtlich

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag an seine Rally vom Vortag angeknüpft. Der Dax DE0008469008 stieg gegen Mittag um 0,37 Prozent auf 18.442,74 Punkte, nachdem er tags zuvor um rund 1,2 Prozent zugelegt hatte. Der MDax DE0008467416 gewann am Donnerstag 0,5 Prozent auf 25.523,28 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 ging es ebenfalls um rund 0,5 Prozent nach oben.

Positive Vorgaben kommen erneut von der US-Technologiebörse Nasdaq. Dort hatten die Leitindizes Nasdaq 100 US6311011026 und Nasdaq Composite XC0009694271 tags zuvor in einem verkürzten Handel Rekordhochs erklommen. Wegen eines Feiertags findet an diesem Donnerstag in den USA kein Handel statt, was auch an der deutschen Börse zu geringeren Umsätzen führt.

Noch stützten Zinssenkungshoffnungen den Aktienmarkt und neue Rekorde der US-Börsen trieben den Dax vor sich her, bemerkte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets. "Es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, wann das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlägt und Anleger die konjunkturellen Risiken bis hin zur Angst vor einer Rezession über den Faktor Geldpolitik stellen", so Molnar.

Unterdessen haben sich die Vertreter der US-Notenbank Fed uneins über die Zahl der möglichen Zinssenkungen im laufenden Jahr gezeigt. Vier Mitglieder erwarten keine entsprechenden Maßnahmen, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der letzten Fed-Sitzung hervorgeht. Doppelt so viele rechnen hingegen mit zwei Senkungen. Der Mittelwert der Erwartungen liegt bei eins. Für das kommende Jahr rechnen die Fed-Offiziellen im Schnitt mit vier Senkungen. Das ist mehr als zuvor geschätzt.

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Aus Branchensicht stehen die Aktien aus dem Autosegment im Anlegerfokus. Während sie im frühen Handel in der Anlegergunst noch ganz oben standen, bröckelten sie etwas ab, nachdem die Europäische Union nun vorläufige Strafzölle auf den Import von Elektroautos aus China einführt. Laut einer Untersuchung der EU-Kommission wird die gesamte Wertschöpfungskette für Elektroautos in China stark subventioniert und schädige damit die Industrie in der EU. Den Angaben zufolge sind chinesische E-Fahrzeuge rund 20 Prozent günstiger als in der EU hergestellte Modelle.

Unter den Einzelwerten sorgten die Aktien von Continental DE0005439004 nach einer Analystenkonferenz des Autozulieferers und Reifenherstellers für Furore. Sie schnellten um bis zu 12 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit Mitte Juni und notierten zuletzt noch 8,0 Prozent im Plus. Conti rechnet in diesem Jahr in Europa zwar weiter mit einem schwierigen Geschäft in der Autozulieferung, auf dem chinesischen Markt aber mit Wachstum. Bei der Preisentwicklung sei der Konzern im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn wie erwartet vorangekommen, hieß es.

Die Aussagen des Managements signalisierten ein unerwartet starkes zweites Quartal, nachdem das erste Jahresviertel wohl das schlechteste seit langem gewesen sei, kommentierte ein Marktteilnehmer. Die wichtigste Nachricht sei, dass Conti im Bereich Automotive im abgelaufenen Quartal viel besser als befürchtet abgeschnitten habe.

Die Aktien von Redcare Pharmacy NL0012044747 setzten ihre Kurserholung nach ersten Umsatzzahlen zum E-Rezept mit einem Kurssprung von 11,4 Prozent fort. Analyst Martin Comtesse von der Investmentbank Jefferies sprach von einem ermutigenden Signal für das Potenzial des E-Rezepts in Deutschland. Die Umsätze hätten im zweiten Quartal klar angezogen, obwohl es seit der Card-Link-Einführung Anfang Mai nur einen halben Monat vollständig digitalen Zugang zu verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gegeben habe. Die Zahl aktiver Kunden steige weiter.

Die Anteilsscheine von Sartorius DE0007165631 verteuerten sich nach einer Analystenstudie um weitere 2,9 Prozent und bauten damit ihren Gewinn seit dem Tief vor zwei Tagen auf mehr als 13 Prozent aus. Die Investmentbank Oddo BHF hatte die Titel des Laborausrüsters von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft. Analyst Oliver Metzger glaubt, dass sich Sartorius dynamischer entwickeln wird als der gesamte Biopharma-Markt./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---